Wenn meine Masken fallen, und ich mein wahres Gesicht zeigen muss, ein Gesicht, das nicht lacht, ein Gesicht, das mir nicht gefällt,
wenn ich mir meine Pläne, meine Erwartungen und Hoffnungen abschminken muss, meine Dunkelheiten, mein Scheitern, mein Unvermögen unverhüllt ans Licht kommen,
wenn ich mich nicht mehr hinter dem falschen Lächeln verstecken kann, ich Farbe bekennen muss, in den Spiegel schaue und mich doch selber nicht erkenne, wenn ich nicht mag, wie ich bin,
dann sagt Gott zu mir:
Mein Kind, ich liebe Dich!
Neustifter Kloster Keramik
Seit Herbst 2017 wird im Kloster St. Scholastika eine kleine Keramikwerkstatt betrieben. Man findet darin hauptsächlich Engel- und Heiligenfiguren aller Art und Kreuze in verschiedenen Ausführungen und Größen. Aber auch Profanes wird angeboten. Alle Arbeiten sind individuell von Hand gefertigt und somit Unikate. Gerne wird auch nach Wunsch gearbeitet.
Die Werkstatt mit Verkauf ist vom Montag bis Freitag von 14:00 bis 16:30 geöffnet. Ein Besuch außerhalb dieser Zeiten ist nach Vereinbarung möglich.
Aktuelle Fotos findet man auch auf der Facebookseite: Neustifter Klosterkeramik.
Es werden auf Wunsch auch Arbeiten gegen Rechnung versandt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass dies nur ab einem Warenwert von € 10,00 möglich ist, außerdem wird das Porto mitberechnet.
Die Anfänge des Schulbetriebes gehen in das Jahr 1925 zurück, als die Benediktinerinnen der Anbetung mit einer Haushaltungsschule begannen, einen wichtigen Beitrag zur Bildung von Mädchen und jungen Frauen zu leisten.
Im September 1951 konnte die dreistufige Mittelschule, wie dieser Schultyp damals noch genannt wurde, eröffnet werden.
Heute ist die inzwischen sechsstufige Columba-Neef-Realschule eine Mädchenrealschule, die allen Erfordernissen einer zeitgemäßen Schule entspricht und zudem eine familiäre Lernatomsphäre bietet. Sie ist mehrfach zertifiziert, wie z.B. als MINT-freundliche Schule oder als Fair-Trade Schule.
Der Kindergarten St. Martin unter der Trägerschaft der Benediktinerinnen der Anbetung startete im Jahr 1992. Anfang 1994 konnte der neuerrichtete Kindergartenbau bezogen werden. 2019 kam ein Erweiterungsbau dem steigenden Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen entgegen. Heute umfasst der Kindergarten St. Martin 3 Kindergartengruppen, zusätzlich eine Naturgruppe eine Krippengruppe.
Die Angebote sind sehr vielfältig und bedienen sich verschiedener Methoden. Das pädagogischen Konzept ist im Hinblick auf die individuelle Förderung der Kinder ausgerichtet. ngebot an. Wichtig ist uns dabei stets die Bindung zur Natur, dem Miteinander der Kinder und die Entwicklung von Interessen und persönliche Entwicklung.
Aufgabe des Datenschutzes ist es, die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten bei der Verarbeitung dieser Daten zu schützen. Hier erfahren Sie mehr über den Kirchlichen Datenschutz.
Wir freuen uns über Ihren Besuch auf unserer Webseite und über Ihr Interesse an unseren Einrichtungen und Dienstleistungen. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein ernstes Anliegen. In allen deutschen kirchlichen Dienststellen gelten für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten die Bestimmungen des Gesetzes über den kirchlichen Datenschutz (KDG) sowie die sonstigen anzuwendenden kirchlichen und staatlichen Datenschutzvorschriften. Hierzu gehört auch die Durchführungsverordnung zum Kirchlichen Datenschutzgesetz (KDG-DVO). Mit dieser Datenschutzerklärung möchten wir Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten auf dieser Website informieren.
Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes:
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten wie in allen kirchlichen Anordnungen im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.
Begriffsbestimmungen
Personenbezogene Daten: “Personenbezogene Daten” sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden “betroffene Person”) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind, identifiziert werden kann.
Soweit nachfolgend nicht ausdrücklich anderweitig beschrieben, gilt im Rahmen des Betriebs und der Nutzung dieser Webseite Folgendes:
Drittländer: Ihre Daten werden nur in Deutschland verarbeitet. Wir beabsichtigen nicht, ihre personenbezogenen Daten an oder in ein Drittland oder an eine internationale Organisation zu übermitteln.
Automatisierte Entscheidungen und Profiling: Wir nutzen Ihre personenbezogenen Daten weder zum Finden automatisierter Entscheidungen noch zur Durchführung von Profiling.
Zweckänderungen: Die jeweils erhobenen personenbezogenen Daten werden ausschließlich zu dem jeweils angegebenen Zweck(en) verarbeitet. Wir werden Ihre personenbezogenen Daten nicht zu einem anderen Zweck weiterverarbeiten, außer es ist gemäß den gesetzlichen Regelungen zulässig.
Verantwortlicher
Verantwortlich im Sinne der datenschutzrechtlichen Bestimmungen ist:
Benediktinerinnen der Anbetung Kloster Neustift bei Vilshofen Klosterberg 25 94496 Ortenburg
Verantwortliche Stelle ist die natürliche oder juristische Person, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (z. B. Namen, E‑Mail-Adresse, o.ä. entscheidet.
Die zuständige betriebliche Datenschutzbeauftragte erreichen Sie wie folgt:
Sr. Cäcilia Keim OSB Telefon: 08542 96000 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sollte unsere Datenschutzbeauftragte Ihr Anliegen nicht zu Ihrer Zufriedenheit beantworten können, bleibt Ihnen in jedem Falle das Recht gem. § 48 KDG auf Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzaufsicht.
Die Kontaktdaten der zuständigen Datenschutzaufsicht lauten:
Katholisches Datenschutzzentrum Bayern (KdöR) Datenschutzaufsicht für die bayerischen (Erz-)Diözesen Vordere Sterngasse 1 90402 Nürnberg Telefon: 0911 477740 50 Fax: 0911 477740 59 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! http://www.kdsz.bayern
Beim Besuch der Website
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etracker
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Facebook
Als Betreiber der Facebook-Fanpage sind wir gemeinsam mit dem Betreiber des sozialen Netzwerkes Facebook (Facebook Ireland Ltd., Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2 Ireland) Verantwortlicher im Sinne von § 28 KDG. Beim Besuch unserer Facebook-Fanpage werden personenbezogene Daten durch die Verantwortlichen (Erster Verantwortlicher: Facebook, 2. Verantwortlicher: Wir) verarbeitet. Im Folgenden informieren wir Sie darüber, um welche Daten es sich dabei handelt, auf welche Weise sie verarbeitet werden und welche Rechte Ihnen diesbezüglich zustehen.
Wir haben mit Facebook eine Vereinbarung über eine gemeinsame datenschutzrechtliche Verantwortung der Verarbeitung von personenbezogenen Daten getroffen. Die Datenverarbeitung erfolgt insoweit auf Grundlage dieser Vereinbarung zwischen gemeinsam Verantwortlichen, die Sie hier einsehen können: https://www.facebook.com/legal/terms/page_controller_addendum .
Mit dieser Vereinbarung erkennt Facebook die gemeinsame Verantwortung mit Blick auf sog. Insights-Daten an und übernimmt wesentliche datenschutzrechtliche Pflichten zur Information von Betroffenen, zu Datensicherheit oder Meldung von Datenschutzverstößen. Außerdem ist in der Vereinbarung festgelegt, dass Facebook primär Ansprechpartner bei der Wahrnehmung von Betroffenenrechten (Art. 15 – 22 DSGVO/§§ 17 ff KDG ) ist. Denn als Anbieter des sozialen Netzwerks verfügt Facebook allein über die unmittelbaren Zugriffsmöglichkeiten auf erforderliche Informationen und kann zudem unmittelbar etwaige erforderliche Maßnahmen ergreifen und Auskunft geben. Sollte dennoch unsere Unterstützung erforderlich sein, können wir jederzeit kontaktiert werden
Im Zusammenhang mit dem Betrieb der Facebook-Fanpage nutzen wir die Funktion Insights von Facebook, um anonymisierte statistische Daten zu den Nutzern unserer Facebook-Fanpage zu erhalten. Informationen zu den Insights und den Facebook-Seiten stellt Facebook in seinen Datenschutzhinweisen unter https://de-de.facebook.com/policy.php bereit.
Hierfür speichert Facebook auf dem Endgerät des Nutzers, der unserer Facebook-Fanpage besucht, einen Cookie ab. Der Cookie enthält jeweils einen eindeutigen Benutzercode und ist für eine Dauer von zwei Jahren aktiv, sofern er nicht zuvor gelöscht wird. Der Benutzercode kann mit den Daten solcher Nutzer verknüpft werden, die bei Facebook registriert sind.
Die in den Cookies gespeicherten Informationen werden von Facebook empfangen, aufgezeichnet und verarbeitet, insbesondere wenn der Nutzer die Facebook-Dienste, Dienste, die von anderen Mitgliedern der Facebook-Unternehmensgruppe bereitgestellt werden, und Dienste, die von anderen Unternehmen bereitgestellt werden, die die Facebook-Dienste nutzen, besucht. Außerdem können andere Stellen wie Facebook-Partner oder sogar Dritte auf den Facebook-Diensten Cookies verwenden, um den auf Facebook werbenden Unternehmen Dienstleistungen bereitzustellen. Nähere Informationen zum Einsatz von Cookies durch Facebook finden Sie in deren Cookie-Richtlinie unter https://www.facebook.com/policies/cookies/
Zwecke der Verarbeitung / Facebook
Die Verarbeitung der Informationen soll u. a. zum einen Facebook ermöglichen, sein System der Werbung, die es über sein Netzwerk verbreitet, zu verbessern. Zum anderen soll sie uns als Betreiber der Facebook-Fanpage ermöglichen, Statistiken zu erhalten, die Facebook aufgrund der Besuche unsere Facebook-Fanpage erstellt. Dies bezweckt die Steuerung der Vermarktung unserer Tätigkeit. Beispielsweise ist es uns dadurch möglich, Kenntnis von den Profilen der Besucher zu erlangen, die unsere Facebook-Fanpage schätzen oder Anwendungen der Seite nutzen, um ihnen relevantere Inhalte bereitstellen und Funktionen entwickeln zu können, die für sie von größerem Interesse sein könnten.
Damit wir besser verstehen, wie wir mit unserer Facebook-Fanpage unsere Ziele besserer erreichen können, werden zudem anhand der erfassten Informationen auch demografische und geografische Auswertungen erstellt und uns zur Verfügung gestellt. Diese Informationen können wir einsetzen, um gezielt interessenbasierte Werbeanzeigen zu schalten, ohne unmittelbar Kenntnis von der Identität des Besuchers zu erhalten. Sofern Besucher Facebook auf mehreren Endgeräten verwenden, kann die Erfassung und Auswertung auch Geräte übergreifend erfolgen, wenn es sich um registrierte und jeweils im eigenen Profil angemeldete Besucher handelt. Die erstellten Besucherstatistiken werden ausschließlich in anonymisiertet Form an uns übermittelt. Wir haben keinen Zugang zu den jeweils zugrundliegenden Daten.
Rechtsgrundlage und berechtigte Interessen / Facebook
Wir betreiben diese Facebook-Fanpage, um uns den Nutzern von Facebook sowie sonstigen interessierten Personen, die unsere Facebook-Fanpage besuchen zu präsentieren und mit diesen zu kommunizieren. Dies dient gemäß § 6 Abs. 1 lit. g KDG der Wahrung unserer im Rahmen einer Interessenabwägung überwiegend berechtigten Interessen an einer optimierten Darstellung unseres Angebots und effektiver Kommunikation mit den Kunden und Interessenten.
Weitergabe von Daten / Facebook
Es ist denkbar, dass einige der erfassten Informationen auch außerhalb der Europäischen Union durch Meta/Facebook Inc. mit Sitz in den USA verarbeitet werden. Meta ist unter dem US-EU-Datenschutzabkommen »Data Privacy Framework« zertifiziert und verpflichtet sich damit die europäischen Datenschutzvorgaben einzuhalten. Weitere Informationen zum Data Privacy Framework finden Sie unter https://www.dataprivacyframework.gov/list
Hinweis zur aktuellen Rechtslage: Aktuell ist das rechtmäßige und datenschutzkonforme Betreiben einer Facebook-Fanpage aufgrund der möglichen Datenverarbeitung in den USA und der damit zusammenhängenden Frage der Verantwortlichkeit für die Daten, äußerst umstritten. Dies wird durch das Bundespresseamt gegenwärtig in einem Gerichtsverfahren gegen eine Verfügung des Bundesdatenschutzbeauftragten, die eigene Facebook-Fanpage stillzulegen, geklärt. Eine endgültige Entscheidung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir weisen Sie daher darauf hin, dass Sie sämtliche Inhalte, welche Sie auf unserer Facebook-Fanpage vorfinden auch auf der Homepage www.benediktinerinnen-der-anbetung.de erhalten.
Wir selbst geben keine personenbezogenen Daten weiter.
Widerspruchmöglichkeiten / Facebook
Nutzer von Facebook können unter den „Einstellungen für Werbepräferenzen“ beeinflussen, inwieweit ihr Nutzerverhalten bei dem Besuch auf unserer Facebook-Fanpage erfasst werden darf. Weitere Möglichkeiten bieten die „Facebook-Einstellungen“ oder das „Formular zum Widerspruchsrecht“.
Die Verarbeitung von Informationen mittels des von Facebook eingesetzten Cookies kann zu dem dadurch unterbunden werden, dass in den eigenen Browser-Einstellung Cookies von Drittanbieter oder solche von Facebook nicht zugelassen werden.
Wesen der gemeinsamen Verantwortung / Facebook
Aus den Vereinbarungen mit Facebook auch zur gemeinsame Verantwortung ergibt sich im Wesentlichen, dass Auskunftsanfragen und die Geltendmachung weiterer Betroffenenrechte sinnvollerweise direkt bei Facebook geltend gemacht werden. Denn als Anbieter des sozialen Netzwerkes und der Möglichkeit Facebook-Seiten dort einzubinden, verfügt Facebook allein über die unmittelbaren Zugriffsmöglichkeiten auf erforderliche Informationen und kann zudem unmittelbar etwaige erforderliche Maßnahmen ergreifen und Auskunft geben.
X / (ehem. Twitter)
Auf unseren Seiten sind Funktionen des Dienstes Twitter eingebunden. Diese Funktionen werden angeboten durch die Twitter Inc., 1355 Market Street, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA. Durch das Benutzen von Twitter und der Funktion "Re-Tweet" werden die von Ihnen besuchten Websites mit Ihrem Twitter-Account verknüpft und anderen Nutzern bekannt gegeben. Dabei werden auch Daten an Twitter übertragen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Twitter erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von Twitter unter https://7905d1c4e12c54933a44d19fcd5f9356-gdprlock/privacy.
X hat sich nicht zur Einhaltung des EU-US Data Privacy Framework Programm verpflichtet. Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten kann daher in USA unter anderen als in Europa geltenden Bestimmungen erfolgen.
Google+
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Es ist denkbar, dass einige der erfassten Informationen auch außerhalb der Europäischen Union durch Google mit Sitz in den USA verarbeitet werden. Google ist unter dem US-EU-Datenschutzabkommen »Data Privacy Framework« zertifiziert und verpflichtet sich damit die europäischen Datenschutzvorgaben einzuhalten. Weitere Informationen zum Data Privacy Framework finden Sie unter https://www.dataprivacyframework.gov .
Instagram
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LinkedIn
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Pinterest
Auf unserer Seite verwenden wir Social Plugins des sozialen Netzwerkes Pinterest, das von der Pinterest Inc., 808 Brannan Street San Francisco, CA 94103-490, USA ("Pinterest") betrieben wird. Wenn Sie eine Seite aufrufen, die ein solches Plugin enthält, stellt Ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Servern von Pinterest her. Das Plugin übermittelt dabei Protokolldaten an den Server von Pinterest in die USA. Diese Protokolldaten enthalten möglicherweise Ihre IP-Adresse, die Adresse der besuchten Websites, die ebenfalls Pinterest-Funktionen enthalten, Art und Einstellungen des Browsers, Datum und Zeitpunkt der Anfrage, Ihre Verwendungsweise von Pinterest sowie Cookies.
Weitere Informationen zu Zweck, Umfang und weiterer Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Pinterest sowie Ihre diesbezüglichen Rechte und Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre finden Sie in den den Datenschutzhinweisen von Pinterest: https://about.3e601316a3b09bdfec5049aeb00b5cc0-gdprlock/de/privacypolicy
Weitergabe von Daten / Pinterest
Pinterest hat sich nicht zur Einhaltung des EU-US Data Privacy Framework Programm verpflichtet. Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten kann daher in USA unter anderen als in Europa geltenden Bestimmungen erfolgen.
SoundCloud
Auf unseren Seiten können Plugins des sozialen Netzwerks SoundCloud (SoundCloud Limited, Berners House, 47-48 Berners Street, London W1T 3NF, Großbritannien.) integriert sein. Die SoundCloud-Plugins erkennen Sie an dem SoundCloud-Logo auf den betroffenen Seiten.
Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird nach Aktivierung des Plugin eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem SoundCloud-Server hergestellt. SoundCloud erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den "Like-Button" oder "Share-Button" anklicken während Sie in Ihrem SoundCloud- Benutzerkonto eingeloggt sind, können Sie die Inhalte unserer Seiten mit Ihrem SoundCloud-Profil verlinken und/oder teilen. Dadurch kann SoundCloud Ihrem Benutzerkonto den Besuch unserer Seiten zuordnen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch SoundCloud erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von SoundCloud unter: https://soundcloud.com/pages/privacy
Wenn Sie nicht wünschen, dass SoundCloud den Besuch unserer Seiten Ihrem SoundCloud- Benutzerkonto zuordnet, loggen Sie sich bitte aus Ihrem SoundCloud-Benutzerkonto aus bevor Sie Inhalte des SoundCloud-Plugins aktivieren.
Spotify
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XING
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Unsere Seiten nutzen Schaltflächen des Dienstes Tumblr. Anbieter ist die Tumblr, Inc., 35 East 21st St, 10th Floor, New York, NY 10010, USA. Diese Schaltflächen ermöglichen es Ihnen, einen Beitrag oder eine Seite bei Tumblr zu teilen oder dem Anbieter bei Tumblr zu folgen. Wenn Sie eine unserer Websites mit Tumblr-Button aufrufen, baut der Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Tumblr auf. Wir haben keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Tumblr mit Hilfe dieses Plugins erhebt und übermittelt. Nach aktuellem Stand werden die IP-Adresse des Nutzers sowie die URL der jeweiligen Website übermittelt.
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YouTube hat sich nicht zur Einhaltung des EU-US Data Privacy Framework Programm verpflichtet. Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten kann daher in USA unter anderen als in Europa geltenden Bestimmungen verarbeitet werden.
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Kongresstag zur Eucharistischen Anbetung
Begegne Gott in der Anbetung und schenk Ihm dein Herz!
01. September 2018 Kongresstag zur Eucharistischen Anbetung
Ob Sie es nun gewohnt sind zu beten oder nicht, der Tag lädt alle Menschen ein durch die Eucharistiefeier und Anbetung ins Allerheiligste einzutreten. Ein Vortrag zur Anbetung von Pater Bruno Rieder, Benediktiner aus der Abtei Disentis, Schweiz führt die Zuhörer in dieses unbegreifliche Mysterium Gottes ein. Am Nachmittag besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit in praxisnahen Workshops zu vertiefen, wie Gottesbegegnung und Alltagsleben zusammengehen können. Danach sind Sie eingeladen mit den Benediktinerinnen der Anbetung die feierliche Vesper zu singen. Mit der Lichterprozession im spirituellen Garten beginnt der Abend der Barmherzigkeit. Die Beter halten Gott in der Anbetung ihr Herz hin, können sich durch das Sakrament der Beichte von Schuld befreien lassen und vereinen sich durch Gesang und Gebet miteinander. «Wenn so sich vieles ordnet, kommt alles zur Ruhe.»
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Anlässlich des 175-jährigen Gründungsjubiläums der Benediktinerinnen der Anbetung (1851–2026) führte unsere Jubiläumsreise vom 26. Mai bis 2. Juni 2026 nach Frankreich. Eingeladen und vorbereitet von Generalpriorin Helene Binder, machten sich die Reisenden auf den Weg zu Orten, die mit unserer benediktinischen und geistlichen Tradition verbunden sind – darunter Bellemagny, Dijon, Préville, Paray-le-Monial, Taizé und Cluny. Neben Gottesdiensten, Klosterführungen und herzlichen Begegnungen mit unseren Mitschwestern blieb auch viel Raum für Gemeinschaft, Kultur und frohes Miteinander. Ein besonderer Höhepunkt war der berührende Festgottesdienst in Bellemagny mit Erzbischof Delannoy von Strasbourg und die anschließende frohe Feier im Garten der Mitschwestern. Herzlichen Dank für ihre großartige Gastfreundschaft.
Unsere Jubiläumsreise nach Frankreich – persönliche Eindrücke
22.07.26 Persönliche Eindrücke von Marion, Oblatin auf dem Weg Für mich war diese Jubiläumsreise weit mehr als eine Reise zu den historischen Wurzeln der Benediktinerinnen der Anbetung. Die Geschichte von Joseph Aloyse Faller, dem Gründer, wurde für mich am Grab in Bellemagny und später in seinem Geburtsort lebendig und greifbar.
Besonders berührte mich die Erfahrung von Gemeinschaft. Schwestern aus verschiedenen Klöstern und Ländern durfte ich Bellemagny, Dijon und Préville kennenlernen. Wie lebendig und international unsere Gemeinschaft heute ist, haben mir die freudigen Begegnungen gezeigt, verbunden mit einer herzlichen Gastfreundschaft.
Paray-le-Monial war für mich ein weiterer Höhepunkt. Die Gebetszeiten und die Begegnung mit diesem Ort der eucharistischen Spiritualität haben mich tief bewegt. Gerade als Oblatin auf dem Weg wurde mir bewusst, wie sehr die Anbetung zum Charisma der Benediktinerinnen der Anbetung gehört.
Ein besonderer Moment der Dankbarkeit war für mich der feierliche Jubiläumsgottesdienst zum 175-jährigen Bestehen der Gemeinschaft in Bellemagny. Wie reich das Erbe von Joseph Aloyse Faller bis heute ist, machten die Begegnungen, die gemeinsame Feier und die Geschichte der Gemeinschaft auf dieser Reise spürbar.
Dankbar und gestärkt kehre ich von dieser Reise zurück. Diese Reise hat mich darin bestärkt meinen Weg als Oblatin zu vertiefen und mit Vertrauen weiterzugehen. Marion Hautsch
5. Internationaler Weltoblatenkongress vom 9. bis 16. September 23 in Rom Ein Erlebnisbericht
Der 5. Internationale Kongress der Benediktineroblaten und -oblatinnen fand in Sant‘ Anselmo, auf dem schönen römischen Hügel, in der Primatialabtei der Benediktiner weltweit, statt! Vom Kloster Neustift hatten sich Sr. Edith und Oblatin Madeleine auf den Weg nach Rom. Frau Swantje Knopf, Oblatin Madeleine vom Kloster Neustift, berichtet hier von ihren Erfahrungen: Unter dem Leitwort "Moving forward – Living the wisdom oft he rule" versammelten sich vom 9.-16.September 2023 rund 150 Oblaten und Oblatenrektoren aus der ganzen Welt in Sant‘ Anselmo auf dem Aventin in Rom. Sant‘ Anselmo ist der ständige Sitz der Benediktiner in Rom und zugleich Universität. Für die Teilnehmer des Kongresses, die von allen Kontinenten, aus 25 Ländern und 87 Klöstern kamen, hatten die Studenten ihre Zimmer leergeräumt. So war es möglich geworden, dass der Kongress an diesem besonderen Ort mitten im Herzen von Rom stattfinden konnte. Den geistlichen Rahmen dieser Tage bildeten Laudes, Vesper und Hl. Messe, die wir in lateinischer und in den Landessprachen der Teilnehmer feierten. Inhaltlich wechselten sich Ausflüge nach Montecassino und Subiaco mit Vorträgen und Workshops ab. Am letzten Tag des Kongresses waren wir eingeladen, im Rahmen einer Privataudienz in der Sala Clementina, Papst Franziskus zu begegnen.
Bilder: Sant´Anselmo mit Refektorium und Kreuzgang
Diese Woche in Rom war für mich vor allem ein großes Fest der Begegnung. Innerhalb unserer deutschen Gruppe – wir waren 13 Teilnehmer – waren verschiedene Klöster vertreten. Im gegenseitigen Austausch war zu spüren, dass uns der Glaube, unser Oblatentum und der Geist Benedikts verbindet, zugleich aber jede klösterliche Gemeinschaft ihre ureigene Prägung hat. Noch weiter wurde der Blick im Gespräch mit den Oblaten aus anderen Ländern und Kontinenten. Neben einigen europäischen Ländern und einer großen Gruppe aus den Vereinigten Staaten waren Oblaten aus Asien (Südkorea, Philippinen), Australien und Afrika (Angola, Burkina Faso, Nigeria, Südafrika) gekommen. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, die unterschiedlichsten Begegnungen zu schildern. Für mich entscheidend war, dass das Oblatentum weltweit eine überaus bunte Angelegenheit ist. Es gibt so viele unterschiedliche Facetten und Farben und es tat gut voneinander zu hören und zu lernen.
Begegnungen in reichem Maße gab es auch zwischen den Konventualen (also den Mönchen und Nonnen) und uns Oblaten. Abtprimas Gregory Polan war die gesamte Zeit zugegen und offen für Gespräche. In seinem Vortrag sprach er über Gebet, Gastfreundschaft und Versöhnung. Er sagte, dass wir Benediktiner (und damit meinte er die Konventualen und die Oblaten) Botschafter der Versöhnung sein sollen. Für unsere deutsche Gruppe war es ein besonderes Geschenk, dass auch der ehemalige Abtprimas Notker Wolf vor Ort war. Es ergaben sich viele Gesprächsmöglichkeiten mit ihm, sei es beim Essen oder auf der Busfahrt und er bereicherte uns mit seiner Anwesenheit bei einer unserer Workshopeinheiten.
Bilder: bei der Workshopeinheit, em. Abtprimas Notker Wolf, Äbtissin Mére Marie Madeleine Caseau u. Abtprimas Gregory Polan
Aus Frankreich war die Äbtissin der Abtei St. Bathilde/Vanves, Mère Marie Madeleine Caseau, angereist, um uns einen Impulsvortrag über das Thema „Ausbildung von Oblaten“ zu halten. Die Benediktinerinnen der Anbetung sind Mère Marie Madeleine gut bekannt durch Visitationen. Außerdem sind die Benediktinerinnen von Vanves ebenfalls in Madagaskar ansässig. Schließlich war noch der Abt von St. Paul vor den Mauern/Rom, Donato Ogliari de Asso, zugegen, der seinem Vortrag die Regel Benedikts zugrunde legte und uns damit nochmal eine wunderbare Lehrstunde zur Regel schenkte.
An unserem ersten Ausflugstag fuhren wir nach Montecassino und waren bei den dort lebenden Benediktinern zu Gast. Wir feierten mit den Mönchen die Hl. Messe, waren zum Mittagessen bei ihnen im Refektorium eingeladen und bekamen eine ausführliche Führung durch das Kloster, deren Höhepunkt das Verweilen vor den Gräbern des Hl. Benedikts und der Hl. Scholastika war.
Bilder: Kirche von Montecassino; Grab vom Hl. Benedikt u. von d. Hl. Scholastika, Refektorium Eingang der Abtei Montecassino und Innenhof mit unserer Gruppe
Ein zweiter Ausflug führte uns nach Subiaco. Immer wieder beeindruckt mich das Kloster Sacro Speco, welches in den Felsen hineingebaut ist und dessen Kernstück die Höhle ist, in der der Hl. Benedikt 3 Jahre als Eremit gelebt hat. Bilder: Sacro Speco- Eingang Fresco im Sacro Speco, Höhle des Hl. Benedikt
Schluss- und Höhepunkt des Kongresses war die Privataudienz bei Papst Franziskus, der uns warmherzig und fröhlich empfing, in seiner Ansprache den Fokus auf die Weite des (benediktinischen) Herzens legte und sich im Anschluss auch Zeit nahm, jeden von uns einzeln zu begrüßen. Bilder: Bei der Papstaudienz im Sala Clementina, nach der Audienz Sr. Edith u. Obl. Madeleine (Die Veröffentlichung von Bildmaterial mit dem Papst ist an dieser Stelle leider nicht möglich) Wir wurden in diesen intensiven Tagen reich beschenkt und in unseren jeweiligen Berufungswegen bestärkt. Wir sind und bleiben miteinander unterwegs als Christen in der Weltkirche, in unserer großen benediktinischen Familie, als Konventuale und Oblaten, als Hörende und Glaubende in der Nachfolge Jesu Christi. In seinem großen Schlusssegen entsandte uns Abtprimas Gregory Polan mit den Worten, dass wir Botschafter des Friedens und unserer klösterlichen Gemeinschaften in der Welt sein sollen. Möge dies uns jeden Tag neu in kleinen und großen Schritten gelingen! PAX! Oblatin Madeleine Kloster Neustift 08.10.23
Weiterführende Links vom Kongress der Benediktineroblaten, vom 9.-16.09.2023
Ein Rückblick zur Einkehrzeit an Fronleichnam von Oblatin Richardis
08.-10.06.2023
Gruppe
Ein wirklich passendes Thema für den ersten Oblaten-Einkehrtag nach der langen Coronazeit. Für unsere kleine Oblatengemeinschaft auch ein besonderer Tag – die letzten zwei Oblationen mussten im engsten Kreis vollzogen werden und so war die Freude groß, als wir nach der langen Pandemie gemeinsam in unserem Kloster an einem Tisch sitzen konnten. Unsere älteste Oblatenschwester konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht anreisen – um so mehr haben wir sie, im Gebet, in unsere Mitte geholt. Für mich begann der Tag als um 5:15 Uhr der Wecker klingelte. Zu Hause wartete noch eine Aufgabe – als Dienst für meine Pfarrei, gibt es an Fronleichnam immer einen Blumenaltar vor unserem Haus. Eine für mich schöne Aufgabe, die mich an diesem Tag immer in besonderer Weise Gott näherkommen lässt. Während ich den Altar aufbaue und den Blumenteppich fertig schmücke, genieße ich die ersten Sonnenstrahlen im Vogelgezwitscher. Derweil wartet mein gepackter Koffer, um sich mit mir zum Kloster Neustift auf den Weg zu machen, in dem ich als Oblatin zu Hause bin.
Zu Hause im Kloster – dort bin ich in meiner Berufung als Oblatin beheimatet – Heimat. Damit schließt sich der Kreis zum Thema unseres Einkehrtages „Benedikt schenkt Heimat“. Nach einem freudigen Willkommen durch Mutter Priorin und unserer Oblatenrektorin Sr. Edith Kußmann, freute ich mich besonders über die Teilnahme vieler Interessierten. Manche kannte ich von vorherigen Veranstaltungen, manche wagten sich zum ersten Mal. Beim Studientag am Freitag betrachteten wir an Hand dem Buch der Dialoge, bei dem Papst Gregor in Frage und Antwort in Form einer Unterhaltung das Leben und Wirken des Heiligen Benedikts aufgeschrieben hat: Sich reduzieren, wehret den Anfängen, Bete, habe Geduld, gehe in die Stille, bleibe bei kleinen Schritten, Höre, habe Demut.Dies ist ein Weg sich zu finden – auch der Weg für uns Oblaten und ein Hinspüren für alle Interessieren, die sich mit uns an diesen Tagen auf den Weg machten. Ein weiterer Aspekt war die Stabilität - „Stabilitas“ – hier bin ich – an diesem einen Ort und hierher komme ich immer wieder zurück. Benedikt sagt: „Wir brauchen einen Ort, wo wir Gott suchen können“.
„Alles Notwendige“
Und so haben wir am Nachmittag unser eigenes Kloster gebaut – mit dem, was für jeden von uns wichtig oder notwendig ist. Besondere Freude hat uns das Modell aus der zugehörigen Realschule bereitet, das von Schülerinnen in einer Projektarbeit liebevoll gestaltet wurde. Als wir uns am Sonntag nach dem Mittagessen voneinander verabschiedeten, waren bekannte Beziehungen weiter gefestigt, neue Verbindungen geknüpft und vor allem waren wir uns einig: Benedikt hat uns in diesen drei Tagen ein Stück „gemeinsame Heimat im Glauben“ geschenkt.
Im Einklang sein mit dem was in mir ist
Gedanken einer Neuoblatin – Oblatin Richardis
Manchmal fühle ich mich wie eine Sanduhr - ein Jahr, ein Monat, eine Woche, ein Tag ist vorbei. Zeiten voller Höhen und auch Tiefen, was mir manchmal so viel abverlangt, ganz unabhängig von den jeweiligen Geschehnissen. Eigentlich wollte ich diese Gedanken für den Jahresbeginn schreiben – Sanduhr - die Pandemie umgarnt mich in so vielem. Trotzdem frage ich mich: Was bleibt? Was nehme ich mit? Wo stehe ich? Wo will ich hin?Mir fallen die vielen Momente ein, in denen Gott mich getragen hat.Ich nehme den Frieden mit, den mir der Herr im eigenen Kampf meiner Corona überschatteten Oblationsfeier geschenkt hat. Spüre der Stille des Advents nach, die für mich ich im letzten Jahr zum ersten Mal „Corona bedingt“ wirklich erlebbar und spürbar war. Ich trauere dem Fasching, der keiner war nicht nach, da ich selbst kein „Faschingsmensch“ bin. Aber ich freue mich über die Sonne, die Wärme und das Vogelgezwitscher am Morgen. Ich sehne mich nach lauen Sommerabenden und menschlicher Begegnung. Was kommt? Was wünsche ich mir? Was hat Gott für mich vorbereitet? Ein neues Jahr lässt mich oftmals „gute Vorsätze“ formulieren. Das heißt Platz machen – nach vorne schauen - in der Welt, auf den Kontinenten, den Ländern und Staaten oder in den einzelnen Städten und Gemeinden - aber vor allem bei mir, in mir. Ich möchte vor allem meine Augen offen halten für die Dinge und Wege die Gott für mich geplant hat und bereit sein dafür. Eigentlich ist es ganz leicht, wenn ich mein Vertrauen auf Gott lenke. Unser liebender Vater kennt mich doch bis ins kleinste Detail und ER liebt mich – wenn da manchmal nur nicht das eigene Ego im Weg stehen würde. Er kennt meine Sorgen und Nöte, hat immer und überall ein offenes Ohr und ER lädt mich zu sich ein. Egal in welcher Situation ich mich persönlich auch befinden – immer wieder klopft er unermüdlich an meine Türe (Offenbarung 3, 20) Und hier schließt sich für mich der Kreis zum eigenen Bewusstsein – ich möchte vor allem - in mir sein - mir ganz bewusst Zeit nehmen für den HERRN um zu hören - wenn ER anklopft die Türe öffnen können „Im Einklang sein mit dem was in mir ist“ – das wünsche ich mir und meine Mitmenschen und diesen Einklang finde ich immer wieder in dem Versprechen aus der Bibelstelle Johannes 3,16 Oblatin Richardis vom Kloster Neustift,18. Mai 2021
Events im Jahr 2020
Oblation – Und jetzt?
Gedanken einer Neuoblatin, Oblatin Madeleine
Wir befinden uns in der Mitte des Advents. Warten – Erwarten – Fürchte Dich nicht – Hoffnung – Verheißung. Nicht nur die Pandemie kann ein Grund sein die Botschaft des Advents in diesem Jahr ein wenig sensibler wahrzunehmen. Für mich ist es der erste Advent als Benediktineroblatin. Die Freude über das Geschenk der Oblation ist noch immer gegenwärtig. Zugleich bin ich inzwischen wieder voll im Alltag angekommen. Es gibt derzeit viele Neubeginne in meinem Leben. Die Tage sind angefüllt – wo bleibt da das Oblatesein? „Was ist jetzt anders? Was machst Du anders?“, fragte mich neulich eine Freundin. Die erste Frage kann ich im Kern klar beantworten: Es ist ein großer Friede in mir! Das bedeutet gewiss nicht, dass ich nun gelassen und glückselig durch meinen Alltag schwebe. Aber Freude und Leid, Muße und Hektik, gute wie schlechte Tage sind nun geborgen in diesem Frieden. Die Frage nach der Tat ist schon schwieriger zu beantworten. Am ehesten verändert sich mein Denken und damit, so hoffe ich es zumindest, auch meine Haltung. Derzeit ist für mich das benediktinische „Gott in allen Dingen suchen“ sehr wichtig. Ja - Ihn vor allem da zu suchen, wo es hektisch, anspruchsvoll, ungemütlich oder auch langweilig wird. Mein Blickwinkel verändert sich, sobald ich mir sage: Überall und immer ist Gott mit dabei. Außerdem ist für mich gerade die benediktinische Stabilitas (Beständigkeit) bedeutsam. Ich verstehe darunter u.a. die Beharrlichkeit und das Ausharren, die einhergehen mit der Geduld und dem Vertrauen auf Gott. Inmitten meiner Aufbrüche werde ich schon mal ungeduldig und mutlos, weil ich noch nicht sehen kann, wohin sie führen werden. Die Haltung der Stabilitas hilft mir zum Wesentlichen zurückzukehren und mich im Vertrauen auf Gott immer wieder neu einzuüben. Ist der Alltag auch noch so fordernd – ohne Gebet geht es nicht. Als Oblatin bete ich nicht mehr als vorher. Mir wurde aber die Verbundenheit im Gebet neu ins Herz geschrieben. Mit jedem Psalm, den ich bete, weiß ich mich verbunden mit der klösterlichen Gemeinschaft, den Schwestern und den Oblaten, aber auch mit den Betenden der ganzen Welt.Das Gebet sprengt jede Distanz. Es schafft eine Nähe, die nur Gott schenken kann. Lübeck, 2. Advent 2020, Oblatin Madeleine
Oblation von Fr. Schießl in der Coronazeit!
Hab Vertrauen, zu jeder Zeit!
Für die vierfache Mutter und Ehefrau Silvia Schießl traf dieses Ereignis am 1. November 2020 im Kloster Neustift zu. In einer liturgischen Feier legte die Kandidatin, die sich vor 6 Jahren in die katholische Kirche aufnehmen lies ihr Versprechen vor der Priorin und allen Anwesenden ab. Die monastische Tradition sieht bei der Feierlichkeit den Gesang des Suscipe vor, indem die Kandidatin ihr ganzes Vertrauen auf den Herrn setzt. Und dieses Vertrauen konnte die neue Oblatin Richardis unterstützt von allen Heiligen erleben. Denn genau genommen war neben ihrer Familie und ihrer treuen Mitoblatin aus Passau sicherlich ein ganzes Meer von Heiligen an diesem Allerheiligennachmittag präsent. Die Oblatin Richardis hat im Ja-Wort der Oblation viel Ermutigung erfahren, um in diesen unsicheren Zeiten für ihre Familie und im Beruf ein Zeichen der Hoffnung zu sein.
Neustifter Oblatengemeinschaft
Freude über den Nachwuchs bei den Oblaten
Am Sonntag, dem 27. September 2020 legte Fr. Swantje Knopf aus Lübeck vor der Priorin Sr. Helene Binder und dem Konvent ihr Oblationsversprechen ab. Nach einer intensiven Vorbereitung wurde Oblatin Madeleine, wie sie sich nun mit Oblatennamen nennt, in der Feier der Konventvesper in die Oblatengemeinschaft aufgenommen. Geprägt von der eucharistischen Anbetung und dem benediktinischen Geist erfährt sie den Reichtum der Anbetungsschwestern einerseits und andererseits bringt sie ein Stück Alltag aus ihrer Welt mit ins Kloster. Ein wunderbarer und auch spannender Weg vertieft sich für die tätige Ärztin in ihrem Arbeitsumfeld und auf ihrem Glaubensweg. Wir wünschen Oblatin Madeleine dazu den Segen Gottes und die Fülle des Heiligen Geistes.
Events im Jahr 2019
Die Berufungsmonstranz ist bei den Benediktinerinnen der Anbetung!
Die Gebetsinitiative „Adoratio for Vocation“
Die Eucharistische Anbetung für Berufungen möge nach dem frohen Kongress in Altötting dazu beitragen, dass Christen überzeugt sind, dass der Herr wirklich ihr Leben lenkt. Und das neue geistliche Berufungen durch unser Gebet und ein leuchtender Glaube daraus erwachsen. Bischof Dr. Stefan Oster SDB schickte die Monstranz auf Reisen, um für Berufungen zu beten, den Herrn zu preisen, anzubeten und unsere Hoffnung aus der unerschöpflichen Quelle des eucharistischen Herrn zu schöpfen. Anbetungsstunden mit dieser Berufungsmonstranz fanden in der ersten Dezemberwoche in der Kapelle bzw. Klosterkirche der Benediktinerinnen der Anbetung statt.
Was suchst du?
Eine Einkehrzeit für Gottsucher.
Im Schifferstadter Jubiläumsjahr der Eucharistischen Anbetung lud die Pfarrei Heilige Edith Stein vom 20.-22.09.2019 zu einem Einführungswochenende mit dem Thema: „Mit Jesus in Verbindung kommen" – eine Einführung ins Gebet, ein. Schwester Edith Kußmann OSB begann mit der Frage: "Was suchst du“? suchst du Gott?" Sie legte den Teilnehmern ans Herz ein hörender Mensch zu werden, um in den Geschehnissen des täglichen Lebens das einladende Wort Gottes vernehmen zu können und sich daran zu binden. Hilfreich war der Gruppe, anschauliche Impulse der Referentin aus ihrem benediktinischen Kontext getragen von der Anbetung und des Austausches. Aus dieser Begegnung erwuchs eine Freundschaft von Gottsuchern, die sich beim Anbetungskongress in Altötting im November 2019 wieder traf.
II. Exerzitien auf dem Cammino di San Benedetto
16. - 25.08.2019 "Gottes Spuren folgen" ein Angebot für Pilger und Oblaten
Die erfahrene Pilgerbegleiterin Fr. Knopf und angehende Oblatin unterstützte Sr. Edith bei den geführten „Wanderexerzitien“ auf dem Cammino di San Benedetto. Die Exerzitien begannen in Norcia, dem Geburtsort des Hl. Benedikt, wo 2016 ein Erdbeben die Basilika zerstörte und die Mönche vertrieben hatte. Inzwischen hat sich der kleine, internationale Konvent auf dem „Monte“ 4 km weiter, ein „Kloster der Oase“ aufgebaut. Und auch die „Benediktinerinnen von Norcia“ sind auf Bitten der Bevölkerung, wieder zurück auf ihrem Gelände. Sie leben derzeit in einem kargen, aufgestellten „Container-Kloster“. An beiden Orten waren die Teilnehmerinnen als pilgerndes Gottesvolk zu Gast und zum Gebet eingeladen, bevor sie sich weiter in die Stille der Exerzitien auf ihren Wanderwegen begaben.
Der dritte Abschnitt des Cammino von Subiaco nach Montecassino folgt im nächsten Jahr.
Einkehrnachmittag "Versöhnt sterben"
24. Februar 2019
Wie ist das mit meinem eigenen Sterben und dem Sterben der anderen? Was brauche ich, um einst hoffentlich versöhnt sterben zu dürfen? Wie kann der Glaube mir dabei helfen? An diesem Nachmittag wollen wir uns dem heute so oft verdrängtem Thema Sterben annähern, dabei vor allem auf Jesus am Kreuz schauen und schließlich erfahren, wie seelsorgliche und palliative Begleitung zu einem Sterben in Würde beitragen können.
05. -13.09.2018 "Beten-Gehen-Schweigen" ein Angebot für Pilger und Oblaten
Wer sich als Pilger für den Benediktweg entscheidet, der weiß sich begleitet von den erprobten Weisungen unseres Ordensgründers Benedikt von Nursia. Auf seinen Spuren pilgern wir durch die abwechslungsreiche mittelitalienische Landschaft von Rieti auf Subiaco zu und lassen uns vom Gebet, der Stille, Gott, Menschen und Natur begleiten. Der Pilger ist eingeladen seinen Weg vom oberflächlichen zum inneren Schweigen, Hören und Reden zu gehen. Der begonnene Pilgerweg wird im August 2019 fortgesetzt!
Suche Frieden!
Katholikentag in Münster 09. - 13.05.2018
Unter dem Motto „Suche Frieden“ fand in der Fahrradstadt Münster vom 9. – 13. Mai der 101. Katholikentag statt. Die bunte Gruppe der 60 Benediktinerinnen und Benediktiner und ihren Oblaten, die aus ganz Deutschland angereist kam, griff dieses Thema ebenfalls in Gesprächs- und Begegnungszeiten an ihrem zugewiesenen Standort der Ludgerikirche und an weiteren Veranstaltungsorten auf. Es war ein frohes Versammeln der Brüder und Schwestern, die getreu ihrem Friedensmotto mit Aufklebern und Fahnen, singend und betend an den Hauptgottesdiensten am Schlossplatz teilnahm. Gemeinsam zu beten ist der Anfang des Friedens. Viele Menschen kamen zu unserem gesungenen Stundengebet, dem Herzstück benediktinischen Lebens. Und wir sprachen von dem, was das menschliche Herz und unsere Welt heute bewegt. Gemeinschaft im Glauben zu erleben, ist einfach klasse, so das Fazit unserer Sr. Edith, die am Katholikentag mitwirkte und uns Schwestern anschließend begeistert davon erzählte.
Der Zukunft entgegen
Nachtreffen der Kongressteilnehmer 17.02.-18.02.2018
Freundschaften vertiefen - Botschaften weitergeben Beim Wiedersehen der Kongressteilnehmer im Kloster Neustift stellten wir eine P. Point vor, erarbeiten ein Botschafter- Schema und überlegten uns, wie wir unsere Kongresserfahrungen weitergeben können. Vor allem jedoch vertieften wir unsere Freundschaft. Wenige Monate danach entwickelte sich aus engagierten Oblaten eine benediktinische Arbeitsgruppe "Laudato Si". Wir wünschen Ihnen Gottes Segen bei Ihren Planungen und Umsetzungen.
Events im Jahr 2017
Kongress der Benediktineroblaten
„Der Zukunft entgegen“ 04. - 10.11.2017
Zum vierten internationalen Kongress der Benediktiner Oblaten kamen rund 200 Oblaten und 30 Rektoren aus 22 Ländern im Kongresszentrum Fraterna Domus außerhalb Roms vom 4. – 10.11.2017 zusammen. An diesen warmen Novembertagen nahmen die Teilnehmer das Kongressthema „Der Zukunft entgegen – Die Benediktinische Gemeinschaft in Bewegung“ genauer in Augenschein. Sie trafen sich zu bewegten Workshops, ausgedehnten Mahlzeiten und kamen im gemeinsamen Gebet in der lichterfüllten Kirche zusammen. Höhepunkte waren der festliche Gottesdienst mit Abtprimas Gregory Polan OSB, Vorträge der amerikanischen Autorin Schwester Joan Chittister und das Zusammensein mit Pater Notker Wolf, ehemaliger Abtprimas. Sichtlich erfreut kehrte Sr. Edith, als Leitung der deutschsprachigen Gruppe, mit den Teilnehmern als Boten des Glaubens in ihre Heimat zurück. „Was erwartet der Herr nun Tag für Tag durch sein Wort, was ist meine Antwort – mein Werk“ (vgl. RB Prol. 35)
Oblation von Frau Stephanie Bildner
15.06.2017
Die Oblationsfeier am 15. Juni 2017 von Frau Stephanie Maria Bilder war ein frohes Fest für unser Kloster und alle Gäste. Während der Vesper wurde Frau Bildner am Fronleichnamstag in die Gemeinschaft der Benediktineroblaten aufgenommen. Damit unterstreicht sie, dass sie in der Welt und in der Verbundenheit mit unserer Gemeinschaft ein Leben unter der Führung des Evangeliums und im Geiste des heiligen Benedikt gehen und in allem wahrhaft Gott suchen will. Als Patron wählte sie sich den seligen Franz Jägerstätter. Höhepunkt einer benediktinischen Oblation ist das Verlesen der Oblationsurkunde und das Singen des "Suscipe". In diesem Lied wird das volle Vertrauen auf Gottes barmherzige Liebe ausgedrückt. Von Priorin Sr. Helene Binder, die die Befragung vornahm, bekam sie als äußeres Zeichen die Benediktusmedaille und eine Kerze überreicht. Im Anschluss an die Fürbitten wurde Frau Schießl in die Probezeit der Oblatinnen aufgenommen. Unsere langjährige Oblatin Teresa nahm ebenfalls an der Feier teil. Bei strahlend blauem Himmel versammelten sich danach Oblaten, Schwestern und Gäste zu einer Agape im Klausurgarten des Klosters. Wir wünschen unserer neuen Oblatin Franziska Gottes Segen auf Ihrem Lebensweg.
25jähriges Oblationsjubiläum
08.11.2015
Oblation ist für Sr. Teresa, so ihr Oblatinnenname wird, kein einmaliges Ereignis, in dem sie sich Gott einmal vor 25 Jahren „dargebracht“ hat, sondern eine bleibende, lebendige Beziehung, die Gott in den Mittelpunkt ihres alltäglichen Lebens stellt. Unter der „Führung des Evangeliums“ sucht die Oblatin deshalb im Kloster in Neustift eine Vertiefung dieser Gottesbeziehung. Sie bringt sich nach ihren Möglichkeiten, vor allem im Gebet in die Gemeinschaft mit ein. Das Kloster ist ihr auch ein Ort geworden, wo sie geistig-geistlich auftankt, in regelmäßigen Abständen für 3 oder 4 Tage herkommt und dann gestärkt wieder nach Hause fährt. Die Bindung an die Regel des Hl. Benedikt und das Kloster St. Scholastika entfaltet sich aber auch im Alltag und an ihrem Wohnort. Sr. Teresa sieht die Oblation wie eine wechselseitige Beziehung, ein Band, das von innen - das sind die Schwestern, die im Kloster leben- nach außen- das ist dort wo sie lebt, fest verknüpft ist.
Konkrete Schritte
Wir freuen uns, Ihnen diese Lebensweise bei uns anbieten zu können!
Was heißt Benediktiner-Oblate? Die Bezeichnung Oblate, lat. „oblatus", heißt so viel wie der Hingegebene, der An-Gott-Verschenkte. Dieser Christ ist eingeladen sich liebevoll an Christus zu binden und von dort aus sein Leben bestimmen zu lassen. Grundlage ist dabei die Regel des hl.Benedikt, die gerade in der heutigen Zeit wieder fasziniert und Menschen auf ihrem geistlichen Weg begleitet.
Was heißt Oblation?
Die Oblation ist das vor Gott abgegebene und von der Kirche angenommene Versprechen, sich als Christ Gott darzubringen und in Verbindung mit einem selbstgewählten benediktinisch-geprägtem Kloster, sich vom Evangelium führen und beschenken zu lassen.
Wer kann Benediktiner-Oblate/Oblatin werden?
Grundsätzlich besteht dieses Angebot für alle Christen, für Männer und Frauen, Verheiratete und Unverheiratete, Priester und Diakone, jüngere und ältere Menschen.
Umsetzung
Dem Benediktineroblaten liegt daran, „in allen Dingen wahrhaft Gott zu suchen". Hineingestellt in sein Lebensumfeld, versteht er seine Aufgaben und Angebote in diesem Sinn als Chancen der Gottesbegegnung und Gottesanfrage. Die tägliche Umsetzung der Oblation im Gebetsleben oder Schriftlesung entspricht seinen jeweiligen Möglichkeiten und Lebensumständen.
Welche Schritte geht ein Oblate?
Kennenlernen
Der Aufnahme in die Probezeit geht eine Kennenlernphase voraus, die zur Klärung dient, ob die Spiritualität als Benediktineroblate/-in ein möglicher Weg für ein vertieftes christliches Leben in der Welt ist.
Probe- Vorbereitungszeit
In einer Zeit der Vorbereitung und Bildung und darüber hinaus wird der Kandidat mit den Grundzügen unserer monastisch-eucharistischen Spiritualität vertraut gemacht. Zudem dienen Einkehrwochenenden/ Oblatentagungen und Gespräche der Vertiefung.
Feier der Oblation
Vor der Provinzoberin, dem Konvent und der Oblatengemeinschaft bringt sich der/die Oblate/-in im Rahmen einer feierlichen Gebetszeit, der Vesper, Gott dar und verspricht, als Christ in der Welt "unter der Führung des Evangeliums" und im Geist der Benediktusregel zu leben. Die Oblaten sind ein Teil unserer Gemeinschaft und bilden untereinander eine Gemeinschaft.
Wir laden sie herzlich ein uns zu besuchen und mehr über die Gemeinschaft der Benediktineroblaten zu erfahren.
Kontaktadresse: Sr. Edith Kußmann OSB Benediktinerinnen der Anbetung, Kloster Neustift 94496 Ortenburg, Klosterberg 25
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel.: 08542 9600 -47
Oblaten - Kontaktformular
VIA NOVA
Der Spirituelle Garten Kloster Neustift ist ein schöner Rastplatz auch für die Pilger des Europäischen Pilgerweges VIA NOVA. Dieser „Friedensweg durch Europa“ wurde 2005 eröffnet und führt derzeit durch Niederbayern, Österreich und Böhmen: auf ca. 380 Kilometern von Mallersdorf-Pfaffenberg bis St. Wolfgang in Oberösterreich und auf weiteren 250 Kilometern auf der Bayerwald-Böhmerwald-Route ab Vilshofen durch den Bayerischen Wald bis zum Heiligen Berg Pribram in Tschechien.
Der Spirituelle Garten dient als besinnlicher Ausgangs- oder Endpunkt von Pilgerwanderungen, oft auch als Zwischenhalt, da unser Kloster mit seiner „Geistlichen Zelle“ Übernachtungsmöglichkeiten für die Pilger bietet.
Gott führt jeden Menschen einen unverwechselbar eigenen Weg. Eine Geistliche Begleitung, durch eine Schwester von uns angeboten, will Ihnen helfen ein Leben aus dem Glauben zu führen, indem Sie sich im Wahrnehmen und Klären der vielfältigen inneren und äußeren Stimmen üben. Die Begleitung hilft Erlebnisse und Erfahrungen im eigenen Leben mit all seinen Ecken und Kanten anzuschauen und fördert menschliche Schritte, um in der Beziehung und Unterscheidung zu wachsen. Dieses ganz „Ohr“ sein für Gottes Wirken kann auch schmerzhafte Prozesse beinhalten, um auf dem eigenen Lebens- und Glaubensweg, zu wachsen.
Wie sieht die Begleitung konkret aus?
Die festgelegten Begleitgespräche dauern ca. eine Stunde und finden etwa monatlich im geschützten Rahmen statt. Die Gespräche unterliegen der absoluten Verschwiegenheit. In Abständen hält die Begleiterin mit Ihnen Rückschau. Sie sind frei, jederzeit die Begleitung zu beenden.
Zu Beginn der Begleitung dienen die ersten drei Treffen dem gegenseitigen Kennenlernen und Abklären der Erwartungen.
Das sollten Sie noch wissen?
Geistliche Begleitung kann jeder in Anspruch nehmen, der Gott auf seinem persönlichen Leben sucht und bereit ist geistlich-menschlich zu wachsen. Wichtig ist, dass zwischen der/dem zu Begleitenden und der Begleiterin die „Chemie“ passt, jede/-r sollte sich völlig frei im Gespräch fühlen. Die geistliche Begleiterin bringt eine qualifizierte Ausbildung für diese Aufgabe mit, sowie menschliche Reife und eigene spirituelle Erfahrung. Bei Personen, die sich in psychiatrischer oder psychologischer Behandlung befinden, wird geklärt, ob die Geistliche Begleitung oder eine therapeutische Form hilfreich ist.
Für die Geistliche Begleitung und weitere Auskünfte steht Ihnen bereit:
Sr. Edith Kußmann OSB
Geburtsjahrgang: 1962 Ausbildung als Geistliche Begleiterin durch: Kath. Evangelisationszentrum Maihingen
"Wer immer du bist", so heißt es in unserer Ordensregel (RB 73,8), fang an - fang neu an! Und woher weiß ich, was mir guttut? Wo ich hingehöre? Meine Geschichte mit Gott und den Menschen gehe ich täglich bei den Benediktinerinnen der Anbetung. Hier nehme ich meinen Platz ein, sei es im Chorgestühl oder im Refektorium, hier weiß ich, wo ich hingehöre. In bestimmten Situationen macht sich allerdings die Weglauftendenz in mir breit, sie kennt viele Facetten. Der Herr wirkt, er sieht mich dann, so wie ich bin und ruft mich zurück. Das macht er schon so lange bei mir und das funktioniert! Suche nach der Liebe des Herrn und du findest deinen Platz unter den Menschen.
Tel.: 08542 9600 -47 E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bürozeiten: Mo-Fr 8:15- 11.20; 15:15 -17:00 Uhr oder nach Vereinbarung
Gästehaus "Geistliche Zelle"
Der hl. Benedikt sagt im 53. Kapitel seiner Ordensregel: “Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus; … Allen erweise man die angemessene Ehre, besonders den Brüdern im Glauben und den Pilgern.” (RB 53,1-2)
Wir heißen Sie als Gast im Kloster der Benediktinerinnen der Anbetung herzlich willkommen.
Mit unserer „Geistlichen Zelle“ bieten wir einen Ort der Ruhe und Besinnung an. Hier finden Kurse, Einkehrtage und Ähnliches statt, es ist aber auch ein Aufenthalt als Einzelgast, um stille Tage zu verbringen, möglich. Wenn Sie ein Gespräch wünschen, sind wir gerne für Sie da.
Zur Anbetung und zur Meditation stehen Ihnen die Kapelle in der Geistliche Zelle und die Klosterkirche zur Verfügung. Unser spiritueller Klostergarten mit seinen Gedankeninseln ergänzt dieses Angebot und lädt ebenfalls zur meditativen Betrachtung ein.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, an unseren Gottesdiensten und Gebetszeiten teilzunehmen.
Gastschwester: Sr. M. Cäcilia Keim Tel.: 08542 9600-0 e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
An der Pforte: Sr. M. Gaudentia Zillinger
Mitarbeiterin im Gästebereich: Frau Martina Kasberger
Unser überschaubarer Gästetrakt, den wir „Geistliche Zelle“ nennen verfügt über:
20 Einzelzimmer, die auch als Doppelzimmer genutzt werden können. Die Zimmer sind einfach aber geschmackvoll eingerichtet und mit Dusche/WC ausgestattet. Wir verzichten bewusst auf Fernseher in den Zimmern.
Einen größeren Vortragsraum mit Moderationsausstattung und einen kleineren Gruppenraum.
Eine Teeküche
Einen Meditationsraum mit dem Allerheiligsten, der für das persönliche Gebet aber auch für die hl. Messe in kleinerem Rahmen genutzt werden kann.
Eine kleine Bibliothek.
Außerdem:
Ein Speiseraum für bis zu 20 Personen und ein weiterer für bis zu acht Personen im Pfortenbereich. Nach Absprache können einzelne Gäste die Mahlzeiten seperat und in Stille einnehmen. Auf Wunsch wird auch fleischlose Kost gereicht.
Bitte beachten Sie, dass ein reiner Urlaubsaufenthalt bei uns nicht möglich ist. Das steht unseren begrenzten Möglichkeiten, aber auch der spirituellen Bestimmung unserer Geistlichen Zelle entgegen.
Preisliste "Geistliche Zelle"
Aus organisatorischen Gründen ist der Begleich von Rechnungen ausschließlich per Überweisung möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis, Danke!
Ab dem 01.01.2026 gelten folgende Sätze:
1. Übernachtung Einzelzimmer mit Dusche/WC 38,00€ Doppelzimmer mit Dusche/WC pro Person 33,00€ Aufschlag bei nur 1 Übernachtung 12,00€
2. Mahlzeiten Frühstück 8,00€ Mittagessen 15,50€ Nachmittagskaffee 5,50€ Abendessen 9,50€ (In der Regel wird ein kaltes Abendessen gereicht.)
3. Gesamt EZ mit Vollpension/Tag 76,50€ EZ mit Vollpension/Tag u. Zuschlag 88,50€ DZ mit Vollpension/Tag pro Person 71,50€ DZ mit Vollpension/Tag pro Person u. Zuschlag 83,50€
4. Saalmiete 1-2 Tage gesamt 70,00€ ab 3 Tagen 90,00€ bei Einkehrtagen 50,00€
5. Führungen Führung Kloster/Klostergarten mit Kaffee u. Kuchen 10,00€
6. Preise für PilgerInnen und OblatInnen Einzelzimmer mit Dusche/WC 25,00€ Doppelzimmer mit Dusche/WC pro Person 20,00€ Aufschlag für nur 1 Übernachtung 11,00€ Frühstück 7,00€ Mittagessen 14,50€ Nachmittagskaffee 4,50€ Abendessen 8,50€
7. Ausfallgebühren - bei einer Absage der Belegung 6 bis 3 Wochen vorher: 10 % - bei einer Absage der Belegung 3 bis eine Woche vorher: 25 % - bei einer Absage weniger als eine Woche vorher: 50 % der Gesamtkosten
Gruppen
Der „Subiaco“ Kreis ist ein loser Kreis von Menschen, der durch verschiedenste Veranstaltungen rund ums Kloster entstanden ist und offen für alle „Interessierten“ bleiben möchte.
Unsere benediktinische Spiritualität, die nach wie vor von einem Glauben geprägt ist, der mit Hand und Fuß, Herz und Verstand gelebt wird, spricht dabei diesen Kreis besonders an. Durch die Heilige Schrift und dem benediktinischen Lebensstil finden wir Anregungen, um im lebendigen Austausch, in der Stille oder im Gebet der Suche nach Gott in unserem Leben, auf der Spur zu bleiben.
Deshalb freut es uns im Subiaco-Kreis diesen Schatz, mit Menschen zu teilen, die ihr geistliches Leben vertiefen möchten. Die gegenseitige Bereicherung, den Glauben miteinander durch die eigenen Lebenserfahrungen zu teilen, endet im Dank und Lobpreis oder mit der Vesper unserer Gemeinschaft. Zwei Mal im Jahr treffen wir uns, zu einem Thementag, wobei der Samstag bevorzugt wird. Dieser Weg kann auch zum Ziel haben, sich freundschaftlich oder in persönlicher Form (Oblation) enger an unsere Gemeinschaft der Benediktinerinnen der Anbetung zu binden.
Cursillo ist ein kleiner aber intensiver, dreitägiger Glaubenskurs, der von Laien und Priestern gemeinsam geleitet wird. Schon seit mehreren Jahren findet dieser Glaubenskurs auch immer wieder im Kloster St. Scholastika in Neustift statt.
Daraus entstand der Cursillo Freundeskreis, der sich in der Regel jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr in den Räumen der Geistlichen Zelle zum Austausch und gemeinsamen Gebet trifft. Angesprochen sind ehemalige Cursillo-Teilnehmer, aber auch alle Interessierten.
Kontakt über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tage im Kloster
Sie sind auf der Suche und wollen Ihren Weg finden?
Sie spüren, dass Gott Sie ruft?
Sie wollen erfahren, wie das Leben im Kloster wirklich aussieht?
HERZLICH WILLKOMMEN!
Seit vielen Jahren besuchen uns immer wieder Mädchen und junge Frauen, die das Leben im Kloster kennenlernen wollen. Sie nehmen an unserem Chorgebet teil, erleben die eucharistische Anbetung und Stille und erfahren den ausgewogenen Wechsel zwischen Arbeit und Gebet.
An dieser Stelle laden wir alle jungen Frauen ab 17 Jahren ein, die Interesse haben, das Leben im Kloster kennenzulernen, sowie auch jene, die ernsthaftes Interesse an einem Ordemseintritt haben.
Aufenthalt und Mitarbeit sind mindestens 5 bis 7 Tage üblich.
So sieht ein gewöhnlicher Tagesablauf bei uns im Kloster aus:
6:25 Uhr
Beginn mit der Laudes, dem morgendlichen Gotteslob
Nach dem anschließenden Frühstück gehen die Schwestern an ihre Arbeit. Jede Schwester hält zudem im Laufe des Tages eine Stunde Anbetung. In den Tagesablauf sind auch Betrachtung und geistliche Lesung integriert.
11:40 Uhr
Mittagshore in der Chorkapelle
12:00 Uhr
Gemeinsames Mittagsmahl in Stille mit vorgetragener Tischlesung
12:40 – 13:15 Uhr
Gemeinsame oder individuelle Erholungszeit der Schwestern
13:30 – 17:10 Uhr
Arbeitszeit der Schwestern
17:00 Uhr
Abendmesse mit integrierter Vesper
An bestimmten Tagen treffen die Schwestern sich zur gemeinsamen Erholung, die mit der Komplet (Nachtgebet) und der Vigil abgeschlossen wird. Nach der Komplet, die gemeinsam oder privat, das heißt alleine für sich, gebetet wird, beginnt das nächtliche Stillschweigen das bis zur Liturgie des nächsten Morgens gehalten wird.
... berufen?
“Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren schmerzlicher wurde, als das Risiko zu blühen.”
Eine geistliche Berufung wächst langsam, wie eine Blume. Jeder Mensch ist zur Liebe berufen. Das ist die erste und wichtigste menschliche Berufung. Jeder Mensch spürt in sich eine unsagbare Sehnsucht nach Liebe, Vollkommenheit und Glück. Wenn sich eine junge Frau entschließt, im Kloster zu leben, so ist das die Antwort eines liebenden Herzens auf den Ruf des Herrn. Jede von uns erfährt diesen Ruf anders. Es genügt nicht, einmal JA zu sagen. Durch unser Beten, Arbeiten und unsere Haltung den Mitmenschen gegenüber erneuern wir täglich unser JA. Die entschiedene Nachfolge Jesu ist ein Weg mit vielen kleinen und auch größeren Entscheidungen.
An dieser Stelle laden wir alle jungen Frauen ab 17 Jahren ein, die ernsthaftes Interesse an einem Klostereintritt haben und sich über eine eventuelle geistliche Berufung zur Ordensschwester Gedanken machen. Haben Sie Mut in und mit Ihrem Leben etwas Außergewöhnliches zu machen!
Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an: Benediktinerinnen der Anbetung Sr. Cäcilia Keim Neustift, Klosterberg 25 94496 Ortenburg Telefon: 08542 / 9600-0 E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß und kaufte sie. (Mt 13,44-46)
“Was Gott von dir will, das musst du Auge in Auge mit ihm zu erfahren suchen.” (Edith Stein)
Klosterkirche
Am 20. Oktober 1954 fand die Grundsteinlegung für den Neubau der Klosterkirche St. Pius statt. Der Plan für die Kirche wurde von dem Münchner Architekten Michael Steinbrecher entworfen, ausführende des Baues waren Ingenieur und Architekt Josef Kirschner und dessen Vater Baumeister Peter Kirschner.
In den Jahren 1999 und 2000 wurde die Piuskirche nach einem Entwurf des Architekten Tilmann Ott und von dem Künstler Wolf Hirtreiter neu gestaltet. Der Kirchenraum ist nun dreigeteilt in Altarraum, Chorraum und Volksraum. Im Altarraum wurde der Anbetungsbereich mit dem großen Tabernakel durch ein offenes Bronzegitter transparent abgegrenzt. Der Altar auf der Altarinsel wird durch einen eigens dafür geschaffenen Durchbruch in der Decke neu beleuchtet. Farbige Glasfenster zum Thema „Inkarnation“ („Das Wort wird Fleisch“) kamen hinzu. Das Chorfenster aus Glas und Beton der „alten“ Kirche von Prof. Franz Nagel (Kunstakademie München) zum Thema „Eucharistie“ hinter dem Tabernakel blieb erhalten. Ebenso beließ man den Kreuzweg von H. Zmarsly aus Ebersberg. Durch die Umgestaltung erhielt die Klosterkirche einen völlig anderen Charakter: viel mehr Farbe (auch durch die Medaillons an den Säulen und den neuen Boden) und Helligkeit.
Gründungsgeschichte
Als Gründungsjahr des Klosters Neustift gilt 1922. Nach der Gründung der Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung 1851 in Bellemagny im Elsass waren auch viele deutsche Schwestern in das französische Kloster eingetreten und in verschiedenen französischen Niederlassungen tätig. Während des Ersten Weltkriegs wurden alle 50 deutschstämmigen Schwestern gezwungen, Frankreich zu verlassen. Acht von ihnen begannen 1922 mit dem Bau eines neuen Klosters in dem niederbayerischen Dorf Neustift. Am 12. Oktober 1924 konnte das neue „Anbetungskloster St. Scholastika“, wie es anfangs hieß, eingeweiht werden.
Schon am 2. Mai 1925 wurde im Kloster eine Haushaltungsschule errichtet, am 15. Mai 1929 ein Kindergarten. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Niederlassungen der Schwestern, insbesondere in Niederbayern.
In der Anbetung vor dem Allerheiligsten setzen wir das Lob- und Dankgebet der Eucharistie fort. Die verwandelte Hostie erinnert uns leibhaftig an die bleibende Gegenwart des eucharistischen Christus. In der Anbetung wird er von uns gesucht und gleichzeitig verherrlicht. Viele persönliche Anliegen von Menschen tragen wir mit den Anliegen der Kirche und der ganzen Menschheit in die liebende Gegenwart Gottes hinein.
Richtschnur ist uns die Ordensregel des heiligen Benedikt und das Leben nach den benediktinischen Gelübden. Kernstücke wie, das feierliche Chorgebet, die Geistliche Schriftlesung, die Öffnung für die Sorgen der Menschen, sowie die Zurückgezogenheit in die Klausur, prägen unseren strukturierten Alltag. So rücken wir Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens und üben uns ein, Ihn in allem zu suchen.
Apostolat
In der tätigen Liebe, im Dasein für andere arbeiten wir Schwestern im Haus und Garten, in der Küche, Kranken- und Altenabteilung, Verwaltung, Sakristei und Schneiderei. Zudem betreuen wir Gäste und setzen uns im pastoralen Einsatz, im Kindergarten und in ordenseigenen Schulen ein.
In der österreichischen Provinz in Wien sorgen wir Schwestern für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche.
Im Kloster Neustift leben wir 29 Schwestern nach der Regel des hl. Benedikt und widmen uns der Eucharistischen Anbetung und caritativen Tätigkeiten. Dabei ist unser gemeinschaftliches Leben geprägt von Gebet und Arbeit, Schweigen und Reden und Rückzug.
Seit mehreren Jahren kann man in der Klosterkirche der Benediktinerinnen der Anbetung in Neustift eine reich bestückte sogenannte Tripi-Krippe sehen. Die einzelnen Figuren wurden von Abt Christian gesammelt und arrangiert. Sie stammen von Angela Tripi, einer Krippenkünstlerin aus Sizilien, die aus Terrakotta und Stoff äußerst ausdrucksvolle Gestalten formt.
Anliegen ist es dabei, den Betrachter nicht bei den traditionellen Vorstellungen stehen zu lassen, sondern tiefer in die biblischen und heilsgeschichtlichen Zusammenhänge des Weihnachtsgeschehens einzuführen. Der Besucher bleibt dann nicht bei einer oberflächlichen Bewunderung stehen, vielmehr ahnt er, wie sehr die Geschichte von Weihnachten bis heute andauert und er selber als Suchender, Staunender, Hörender und Schauender mit ihr verwoben ist. Es geht dabei um nicht weniger als ein neues, wesentliches und ehrliches Verständnis von Weihnachten.
Sie haben die Möglichkeit die Tripi-Krippe anzuschauen und können das dazugehörige Buch „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis“ finanziell unterstützen.
Im November 2021 erschien außerdem beim Regensburger Verlag Schnell und Steiner das Buch von Abt. Christian "Das Wunder von Weihnachten verstehen".
„Heut schließt er wieder auf die Tür“. Die Angela-Tripi-Krippe in der Klosterkirche von Neustift
Dietmar Klinger Verlag 2015
„Wem gehört die Hoffnung?“ Neue Perspektiven in der Lebensmitte
Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach 2014
„Der Weisheit auf der Spur“. Spiritualität in der zweiten Lebenshälfte
Katholisches Bibelwerk 2007
„Tempowechsel“. Zeit als Gabe und Aufgabe
Katholisches Bibelwerk 2006
„Taktwechsel“ Biblische Perspektiven für die zweite Lebenshälfte
Katholisches Bibelwerk 2005
„Gesegneter Alltag“. Lebensweisheit aus der Regel Benedikts
EOS-Verlag St. Ottilien 2003
"Das Wunder von Weihnachten verstehen". Eine Weihnachtskrippe und die Heilsgeschichte
Schnell und Steiner Verlag Regensburg 2021
Vita
* 1938 in der Nähe von Straubing
1957 Eintritt in die Benediktinerabtei Schweiklberg
Studium der Theologie in Rom, München, Tübingen, Bochum und Würzburg
Von 1966 bis 1968 Dozententätigkeiten in Rom
Professor für Dogmatik an der Universität Passau, dann ab 1978 an der Universität Regensburg als Nachfolger von Prof. Dr. Josef Ratzinger
Von 1982 bis 1988 Vorsitzender der deutschsprachigen Äbtekonferenz
Von 1982 bis 2007 Abt des Klosters Schweiklberg
Seit 2007 Spiritual in unserem Kloster
In vielen Veröffentlichungen hat Abt Christian geistliche und theologische Themen behandelt
Öffnungszeiten
Der Spirituelle Klostergarten ist ganztägig durchgehend geöffnet im Sommer (April – Oktober) bis 20 Uhr, im Winter (November – März) bis 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.
Führungen für Gruppen können jederzeit angefragt und gebucht werden unter: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 08542/9600-0
Kräutergarten
In unserem “Spirituellen Klostergarten” gibt es auch einen Kräutergarten. In zehn Hochbeeten wachsen hier Heilpflanzen, die von unserer Sr. M. Benedikta Paulus gepflanzt und gepflegt werden. Als gelernte Heilpraktikerin wählte sie dafür nur solche aus, deren Heilwirkung von der heiligen Hildegard von Bingen beschrieben wurde.
Aufgrund häufiger Nachfrage hier nun eine kleine Hildegard-Kräuterkunde, die uns Sr. Benedikta zur Verfügung gestellt hat.
Kurze Kräuterheilkunde nach Hildegard von Bingen
Die Beschreibung der Kräuter und ihrer Anwendungsmöglichkeiten im Folgenden ist sehr schematisiert; man muss sich ausführlich mit Hildegard befassen, um die Heilwirkung der einzelnen Kräuter durch Erfahrung kennen zu lernen.
Bertram
Pulver (Wurzelpulver) übers Essen streuen – nicht mit kochen; sorgt dafür, dass das Gute aus der Nahrung aufgenommen wird und das Schlechte ausgeschieden; vermindert Fehlsäfte, vermehrt gutes Blut, lindert und heilt Verdauungsstörungen, Kräftigungsmittel, gehört zu den Universalheilmitteln nach Hildegard
Gundelrebe
gegen Kraftlosigkeit, Abmagerung;
als Gewürz mit den Speisen mit kochen;
heilt den Menschen innerlich
Krauseminze
Magen-Darm-Mittel
hilft bei Gastritis, Verdauungsschwäche; Magen-Darm-Mittel;
mit den Speisen mit kochen
Lavendel Lavendelwein: gegen Atemnot bei Leber- und Lungenschaden. ätherisches Öl: einziges ätherisches Öl, das pur auf die Haut aufgetragen werden darf – z. B. auf Insektenstiche; regt die Bildung der weißen Blutkörperchen an. Lavendelbad : Öl mit Honig oder Sahne mischen, denn in Wasser löst es sich nicht – stärkt die Abwehr...
Liebstöckel: Gewürz
Melisse: Tee beruhigend, wohlschmeckend
Mutterkraut: heilt die kranken Eingeweide;
Magenschmerzen, Darmschmerzen, Menstruationsbeschwerden;
Suppe kochen (Kraut muss mitgekocht werden)
Glatte Petersilie:
Gewürz Petersilie-Honig-Wein: Universal-Herzmittel; nach Herzinfarkt zur Rehabilitation; Altersherz; Entsäuerung des Herzmuskels (durch Übersäuerung des Herzmuskels kommt es nach Hildegard zum Herzinfarkt, vorher Angina Pectoris...)
Quendel
Heilmittel gegen Hauterkrankungen, Ausschlag jeder Art, Akne,
Neurodermitis, Blutreinigung; mit den Speisen mit kochen – oft...
Rainfarn
Hildegard schreibt: „Wer trockenen Husten hat, der bereite mit feinem Mehl und Rainfarn Suppe (nur Blätter verwenden, die Blüten sind giftig) und esse sie oft, ...und es wird ihm besser gehen...“
Ringelblume
Herstellung von Heilsalbe mit Olivenöl und Bienenwachs.
Bei Vergiftung: Hildegard schreibt: „Wenn jemand etwas Giftiges gegessen hat.... der koche Ringelblume in Wasser und lege diese Kräuter nach Abpressen des Wassers warm über seinen Magen....“ Hinweis: Bei Vergiftung sollte immer ein Arzt aufgesucht werden!
Schafgarbe
das Antibiotikum nach Hildegard;
als Wundauflage: in Wasser kochen, warm auf den Verband/Kompresse legen – heilt die Wunde;
innerlich: Pulver in warmem Wasser einnehmen – bei inneren Verletzungen, nach OP
zur Vorbereitung auf eine OP – eine Woche vorher schon einnehmen und drei Wochen danach...
Salbei
Salbeipulver; zur Entgiftung, Reinigung von Schadstoffen durch Umweltgifte, Blutreinigung; Pulver mit Brot essen
Tee: gegen Rheuma, Blasenentzündung, Inkontinenz, Reizblase, Harnwegsinfektionen; oft trinken!
Veilchen
Veilchen-Salbe aus Bockstalg, Veilchensaft und Olivenöl.
Heilanzeige: Unterstützend bei der Behandlung von Geschwüren, Drüsenleiden, Lymphknotenleiden, Narbenheilung.
Wermut
Bitterkraut bei Verdauungsproblemen, regt den Gallefluß an.
Nach Hildegard: „Der Meister über alle Erschöpfung.“
Wermut-Wein: ausWein, Honig und Frühlingswermutsaft zubereiten; jeden 3. Tag nüchtern ein Likörglas trinken von Mai bis Oktober – kurmäßig; stärkt die Abwehr
Wermut-Öl: aus Wermutsaft und Olivenöl;
einen Sommer lang an der Sonne stehen lassen;
gegen Husten, Brustschmerzen, Bronchitis, Rippenfellentzündung;
einreiben, da wo’s weh tut...
Weinraute
nach Hildegard gegen Hormonregulationsstörungen;
Menstruationsbeschwerden, Wechseljahre, Wallungen;
verschafft Linderung; Hinweis: Bei ernsten Beschwerden immer den Arzt aufsuchen!
Kunst
Die Säule der Künstlerin Sr. Christophora Janssen OSB
Sr. Christophora ist Benediktinerin der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim.
Die Säule stellt die Spiritualität der Benediktinerinnen der Anbetung dar. Sie hat drei Seiten mit je drei Themen:
1. Benedikt und Scholastika: „Glauben stärken“:
Szenen aus dem Leben Benedikts und Scholastikas: Benedikt als Hörender und Lesender, Benedikt und Scholastika im Gespräch, Benedikt sieht in einer Vision, wie Scholastika als Taube in den Himmel fliegt.
2. Emmaus: „In Hoffnung Begegnung“.
Szenen von unten nach oben: „Die traurigen Emmausjünger“, „Jesus bricht mit ihnen das Brot“, die Emmausjünger gehen zurück nach Jerusalem
3. Schöpfung: „Liebe heilt“
Schöpfungsszenen: Erschaffung der Eva aus Adam, Adam und Eva, Tiere, Pflanzen, Bäume, Himmel, Wasser, Vögel, Fische, Gestirne
Der Sitzkreis
Der Sitzkreis enthält christliche Symbole, insbesondere auch christliche Zahlensymbolik. Er besteht aus zwölf Sitzsteinen, von denen einer herausgebrochen ist, der als Zugang dient. Die Mosaike stammen von der Künstlerin Regina Brasse.
Im Mittelpunkt: drei goldene Kreise, die für die Dreifaltigkeit stehen, dadurch hindurch gehend ein Kreuz. Kreisförmig darum herum zwölf Sterne mit jeweils sieben Zacken.
Wenn man sich auf die Mitte stellt, und etwas spricht oder singt, lässt sich ein unerklärliches akustisches Phänomen wahrnehmen…
Objekt „Schutzmenschen - gemeinsam“ des Bildhauers Werner F. Richter
Werner f. Richter (*1948) lebt als freier Bildhauer in Dorfbach bei Ortenburg. Aus Eichenbrettern hat er eine Gruppe von Menschen ganz verschiedenen Alters gestaltet, die sich gegenseitig Schutz bieten, oder auch jemand oder etwas anderes schützen, dadurch, dass sie zusammen stehen. Der Versucher bzw. Teufel, an den zwei Hörnern zu erkennen, lauert versteckt hinter einem Baum. Er wartet auf seine Chance, die Gruppe durcheinander zu bringen.
Gedankeninseln
In unserem Garten sind fünf Gedankeninseln angelegt, die als Angebote zum Innehalten, als besondere meditative „Nischen“ gedacht sind:
„Gedankeninsel Kräutergarten“
Am Eingang des Gartens ist ein Areal als Kräutergarten angelegt. Die in zehn Hochbeeten angebauten Heilkräuter empfangen den Gast und signalisieren ihm, dass es hier um Lebendigkeit und Gesundwerden geht, dass hier Wohlbefinden gefördert werden soll. Hier sind nur Pflanzen ausgewählt, deren Heilwirkung von der hl. Hildegard von Bingen beschrieben wurde.
Von drei Sitz-Nischen aus, die an der Klostermauer entlang platziert sind, kann man den Blick über die Kräuteranlage und über die dahinterliegende Natur-Blumenwiese schweifen lassen und den Duft der Kräuter genießen.
„Gedankeninsel Natur“
durch absichtlich besonders grob naturbelassene Materialien (Steine, Holz…), die doch wieder überraschend installiert sind, soll der Besucher hier zu einem schweigenden Gespräch mit den ihn umgebenden Elementen angeregt werde. Es geht um Erdhaftigkeit, Einfachheit, Natürlichkeit…
„Gedankeninsel Leseecken“
Drei umwachsene Nischen mit Sitzgelegenheiten bieten einen Rückzugsort zum ungestörten Lesen eines Buches oder meditativen Textes. Hier werden wechselnde Texte zu spirituellen Themen aufgelegt, die zum Nachdenken anregen.
„Gedankeninsel Sitzkreis“
Innerhalb einer kreisförmigen Sitzmauer aus zwölf ist auf dem Boden ein Mosaik mit einem Meditationsbild eingelassen. Die Sitzmauer ist auch gut geeignet für Gruppen (unsere Gäste, unser Kindergarten, unsere Schülerinnen), z.B. für Gruppenmeditationen, Bibelgespräche, o.ä.
„Gedankeninsel Wasser“
Ziemlich zentral in der Gesamtanlage begegnet der Besucher unserem zentralen Lebenselement Wasser. Es soll ein künstlerisch ausgestalteter Brunnen werden, der nicht nur die elementare Bedeutung des Wassers für alles Leben zeigt, sondern der auch die spirituelle und bibel-theologische Symbolik zum Ausdruck bringt.
Jahresbericht
Es freut uns, Ihnen unter nachfolgenden Links die Jahresberichte der vergangenen Jahre präsentieren zu dürfen:
Als Mitglied haben Sie keinerlei festgelegte Verpflichtungen. Sie erhalten jährlich unseren Jahresbericht und geben nach Möglichkeit einen Beitrag von € 3,00 - € 5,00. Wenn Sie Mitglied werden wollen, füllen Sie, bitte, untenstehendes Anmeldeformular aus.
Sie können die Beitritts-Erklärung auch per Post senden an den Benediktusverein, Neustift, Klosterberg 25, 94496 Ortenburg Telefax (08542) 9600-50 E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Unsere Bankverbindung: Liga Bank Passau, 4337 000 (BLZ 750 903 00) Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE 32750903000004337000, BIC: GENODEF1M05
Kontakt
Benediktinerinnen der Anbetung Kloster Neustift bei Vilshofen Klosterberg 25 94496 Ortenburg Tel: 08542/9600-0 Fax: 08542/9600-50 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Klostergarten
Der Klostergarten ist eine spirituelle Oase im hektischen Alltag. Beim Durchschreiten ganz verschieden gestalteter Erlebnisräume kann man aus der Natur Inspiration erfahren.
Wir laden Sie ein zum Ruhig-Werden und Schauen auf das Wachsen, Blühen und Vergehen der Pflanzen, auf das Lichtes, auf die Bewegungen der Tiere und des Wassers, auf die Geräusche und Düfte, auf die Schönheit des Lebens insgesamt.
Oblaten - Was sind das?
Suchen Sie nach einem "MEHR" in ihrer jetzigen Lebenssituation, nach einer gelebten Glaubensgemeinschaft!
In ihrem Herzen brennt eine Sehnsucht nach Gott, vielleicht ist diese Flamme noch klein und Sie fragen sich, was gilt es noch tiefer zu entdecken, um meinem Glauben neuen Aufschwung zu geben oder auch Verborgenes, das sich meldet, auszugraben!
Der Hl. Benedikt beginnt seine Regel mit dem markanten Wort: „Höre“ (Prol.1) und will uns damit sagen, mache dich auf, um in den Geschehnissen deines Lebens, Gottes einladendes Licht zu suchen, um in Einklang mit deinem Schöpfer und Herrn, zu leben.
Benediktineroblaten/- innen gehen einen Entdeckungsweg, indem sie sich von der Regel des Hl. Benedikt inspirieren lassen und sich an ein ihnen lieb gewonnenes Benediktinerkloster binden. Hier legen Sie ihre Oblation ab. Sie verkünden auf vielfältige Weise in ihrem Alltag das Evangelium, beten Teile des Stundengebetes, wachsen am Wort Gottes in der Beziehung zu Jesus-Christus.
Der Glaubensweg, den diese getauften Frauen, wie Männer jeglichen Standes gehen, ist zunächst einmal ihr persönlicher. Durch das Mitbeten mit dem Konvent und regelmäßige Treffen entwickelt sich die Verbundenheit mit dem Kloster und untereinander. Und durch Vertiefungstage, geistliche Angebote und gemeinsame Unternehmungen wächst die Freude am Herrn und zeigt sich eine bleibende Verbundenheit, die den Nächsten mitträgt.
Die Form als Benediktineroblatin oder Oblate zu leben, erlebt gerade in der heutigen Zeit einen neuen Aufschwung, dem wir uns als Gemeinschaft mit viel Engagement stellen.
Denn auch bei uns Schwestern gilt: Laufen wir in unsagbarer Freude den Weg der Liebe Gottes (vgl. RB, Prolog 49), der uns letztlich alle „unter der Führung des Evangeliums“ (RB, Prolog 21) vereint, bereichert und beschenkt.
Sr. Edith Kußmann OSB Oblatenrektorin
Für weitere Fragen und Auskünfte steht Ihnen unsere Gemeinschaft zur Verfügung
Kontaktadresse: Sr. Edith Kußmann OSB Benediktinerinnen der Anbetung, Kloster Neustift 94496 Ortenburg, Klosterberg 25
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel.: 08542 9600 -47
Heute hat die internationale Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung drei Provinzen.
Französische Provinz
Die Französische Provinz besteht aus dem Gründungskloster St. Josephe Bellemagny und einer Niederlassung in Dijon. Das Kloster Bellemagny ist Pilgerherberge auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, außerdem wird dort ein Altenheim geführt. Die Gemeinschaft in Dijon betreibt ein Gästehaus für geistliche Einkehr in einem Landhaus nahe der Stadt (in Preville).
Die Österreichische Provinz unterhält zwei Niederlassungen in der Stadt Wien. In der Sozialpädagogischen Einrichtung St. Benedikt, Bezirk Ottakring widmen sich die Schwestern seit 1949 Kindern und Jugendlichen, die aufgrund einer Behinderung und/oder belastender Lebenserfahrungen einer außerfamiliären Betreuung bedürfen.
Die Bayerische Provinz - oder auch Deutsche Provinz – ist Trägerin mehrerer Einrichtungen: Im Provinzmutterhaus in Neustift bei Vilshofen führen die Schwestern eine Mädchenrealschule, das Gästehaus "Geistliche Zelle" und arbeiten im ordenseigenen Kindergarten.
Joseph Alois Faller wurde am 8. Mai 1816 in Barr im Unterelsass geboren. Als fleißiger und guter Schüler konnte Alois im Jesuitenkolleg Fribourg (Schweiz) studieren.
Im Herbst 1840 begann er das Noviziat bei den Jesuiten, musste den Orden jedoch aus gesundheitlichen Gründen verlassen.
So setzte er das Theologiestudium im Priesterseminar in Straßburg fort. Nach Abschluss des Studiums wurde er am 17. Dezember 1842 zum Priester geweiht.
Seine erste Wirkungsstätte war der Willerhof, eine vom Jesuitenorden betriebene Waisenhausstiftung nahe Hilsenheim, zwischen Colmar und Straßburg. Dort blieb er bis zum Herbst 1843.
Dann trat er im November 1843 in das Trappistenkloster Oelenberg bei Mülhausen ein. Doch schon nach wenigen Monaten musste er aus gesundheitlichen Gründen in die Seelsorge als Weltpriester zurückkehren.
Nach verschiedenen Pfarrstellen im Elsass kam er als Pfarrer nach St. Cosme – Bellemagny Hier wollte er eine Priestergemeinschaft vom Heiligsten Sakrament zu gründen. Er sammelte junge Männer um sich, die er zu Priestern heranbilden und mit denen er das Chorgebet und die ewige Anbetung halten wollte. Dieser Plan scheiterte jedoch aus finanziellen Gründen.
Nun begann Alois Faller mit einigen gleichgesinnten jungen Mädchen das Fundament für die Gründung der Kongregation der “Schwestern der ewigen Anbetung” zu legen. Am 19. März 1851, dem Fest des hl. Joseph, traten die ersten drei Kandidatinnen ein. Aus diesem kleinen Anfang entstand dann letztlich unsere Kongregation.
Unser Logo
Ein Logo ist ein wichtiges Identifikationssymbol, es ist aber weitaus mehr als ein Erkennungszeichen.
Die in unserem Logo verwendeten Gestaltungselemente sind:
1.) das urchristliche Symbol des Kreuzes und
2.) zwei geschwungene Bahnen, die die Beziehung zwischen Gott und Mensch wiedergeben.
Das Kreuz
Das Kreuz – Christus – bildet die Mitte, das Herzstück unseres Lebens. Der Form nach ist es an unserem Professkreuz stilisiert. Es ist ein symbolisierter Auftrag, jedes Gebet und jede Handlung aus der Verbindung mit Christus in der Profess zu verrichten, von dem wiederum aller Einsatz seine Kraft erhält.
Die Beziehung zwischen Gott und die Menschen
Die Schwingungen verleihen dem Logo eine Dynamik und deuten in erster Linie auf das liturgische „ Prinzip“ des Abstiegs und des Aufstiegs (griechisch: katabasis – anabasis), sowie auf die sich so rasant verändernde Welt und die daraus resultierende Herausforderung für das Ordensleben.
Die erste Schwingung, von oben nach unten, symbolisiert, den Abstieg (griech. katabasis) Gottes zu den Menschen, seine herabneigende Handlung zum dessen Wohl und Heil. In der Heilsgeschichte der Menschheit geht die Initiative der verzeihenden Liebe immer zuerst von Gott, also „von oben“ herab, sie gipfelt in der Menschwerdung Christi. Eine der schönsten Weihnachtsantiphonen des benediktinischen Stundengebets lautet:
„Für uns Menschen und zu unserem Heil, ist Er vom Himmel herabgestiegen“
Wir betrachten den Abstieg Gottes zu seinem Volk nicht „nur“ als den „vom Himmel hernieder“, sondern auch als den „vom Kreuz nach unten“. Es ist die CARITAS – die tätige Liebe, die Liebe Gottes zu den heil- und hilfsbedürftigen Menschen, seine Hingabe „bis zum Tod am Kreuz“.
Die zweite Schwingung, von unten nach oben, symbolisiert den Aufstieg (griech. anabasis) der Kirche zum Gott, unser Lob, unser Dank, unsere Liebe und Anbetung – das ist unsere Antwort auf die einladende Initiative Gottes. Es ist auch unsere Aufgabe als Ordensfrauen die vielen Anliegen der Menschen in der Eucharistie und in der Anbetung vor Gott zu tragen, für ihre Sorgen zu beten und ihr Leben auf diese Weise zu begleiten.
Da die eucharistische Anbetung unser Hauptcharisma ist, möchten wir noch kurz auf die Eucharistie hinweisen, denn gerade hier finden der Abstieg und der Aufstieg ihren Sitz im Leben: „Im Hochgebet findet also eine anabasis (Aufstieg) der Gemeinde zu Gott statt, welche durch die in Christus endgültig und ein für allemal geschehene und im Wort der Verkündigung repräsentierte Katabasis Gottes ermöglicht ist.“
(Meßner, Reinhard (2001): Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn, S. 198)
Die Farben
Die blaue Farbe ist, rein symbolisch betrachtend, die Farbe des Himmels, der Unendlichkeit und Unbegrenztheit der Liebe Gottes, die tagtäglich zu uns Menschen herabsteigt und auf die wir in unseren irdischen Leben hingehen. Im biblischen Verständnis ist der Himmel der Thronsitz Gottes, „die Auge zum Himmel zu erheben“ bedeutet auf seine rettende Hilfe zu vertrauen. Es gehört zum „Aufstieg der Kirche“ (anabasis) ermattet auf den Himmel zu blicken, Gottes Hilfe zu erhoffen und sich nach seinem heilenden Wirken zu sehnen. Es weist gleichzeitig auf die eschatologische (endzeitliche) Dimension der Kirche, auf die Erwartung des endgültigen Kommens des Herrn, hin.
Die weiße Farbe ist jene der Reinheit, der ungestörten Beziehung zwischen Gott und Mensch. Sie ist die Farbe der Reinigung (der Heilung) und der Vergebung: „Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee“ (Jes. 1,18).
Die reinigende und heilende Wirkung Gottes geht uns immer voraus, es ist sein Abstieg (katabasis) in die Seele und das Leib des jeden einzelnen Menschen.
Unser Ordensleben soll der Heilung der ganzen Menschheit dienen.
Anliegenbuch
Viele Menschen teilen uns in Telefonaten, Briefen oder Gesprächen ihre Nöte und Sorgen mit und bitten uns, für sie zu beten. In allen unseren Anbetungsstunden bei Tag und bei Nacht schließen wir sie gerne ins Gebet ein.
Wenn Sie ein besonderes Anliegen haben und Sie wünschen, dass wir es für Sie vor Gott bringen, können Sie es uns hier per e-mail mitteilen.
Impressum
Bayerische Provinz der Benediktinerinnen der Anbetung KdöR Kloster Neustift Klosterberg 25, 94496 Ortenburg Tel: 08542/9600-0, Fax: 08542/2765 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Gestaltung & Programmierung:
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Gottesdienstzeiten
Sonntag:
9:00 Uhr: Sonntagsgottesdienst in der Klosterkirche
An Sonntagen ist in der Klosterkirche das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt.
17:00 Uhr: Vesper in der Klosterkirche
Montag bis Freitag:
17:00 Hl. Messe mit integrierter Vesper in der Klosterkirche
Samstag:
7:00 Uhr: Hl. Messe in der Klosterkirche 17:00 Uhr: Vesper in der Klosterkirche
Kurzfristige Änderungen sind möglich.
Anbetung aktuell
Herr, da sein vor Dir, das ist alles.
Die Augen meines Leibes schließen,
die Augen meiner Seele schließen
und still bleiben, unbeweglich,
mich dir aussetzen, der du Dich mir ausgesetzt hast,
Dir gegenwärtig sein, dem unendlich Gegenwärtigen.
Herr, ich bin bereit, nichts zu fühlen,
nichts zu sehen,
nichts zu hören,
leer von jedem Gedanken,
von jedem Bild,
in der Nacht.
Da bin ich, so schlicht ich es vermag,
um dir ohne Hindernis zu begegnen,
im Schweigen des Glaubens,
vor Dir, Herr.
Aber, Herr, ich bin nicht allein,
ich kann nicht mehr allein sein.
Herr, ich bin Menge,
denn die Menschen bewohnen mich.
Ich bin Ihnen begegnet,
sie sind eingedrungen in mich,
sie haben sich darinnen eingerichtet,
sie haben mich gequält,
sie haben mich in Besitz genommen,
sie haben mich gegessen,
und ich habe sie gelassen, Herr,
damit sie sich nähren und ausruhen.
Ich führe auch sie zu dir, wenn ich mich dir übergebe.
Ich setze sie dir aus, wenn ich mich dir aussetze.
Da bin ich,
da sind sie,
vor Dir, Herr.
Aus: Michel Quoist, Herr, da bin ich, S. 159/16
Anbetung mit Lobpreis
Mehrere Male im Jahr finden in unserer Klosterkirche verlängerte Anbetungsstunden statt. Dabei singen wir Lobpreislieder, beten für- und miteinander, verweilen in der Stille, ruhen am Herzen Jesu. Es besteht auch die Möglichkeit zum Einzelsegen, zur Aussprache/zum Beichtgespräch…
Die aktuellen Termine zur Anbetungsstunde finden Sie in unserer Jahresübersicht.
Die Benediktinerinnen der Anbetung laden jeden Monat, immer am 23. jeweils von 19:30 - 20:30 zu einer Anbetungsstunde ein.
Sie wird von Schwestern des Klosters Neustift gestaltet. Neben dem gemeinsamen Singen und Beten wird auch der Stille Raum gegeben.
Danach ist die Kirche noch bis 22:00 offen, so dass man noch weiter in der Stille anbeten kann.
An allen Sonntagen ist tagsüber das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt.
Geistlicher Impuls
Pfingsten 2026
Die Gaben des Geistes
Im Außergewöhnlichen sehen wir dich,
kraftvoller, mächtiger Heiliger Geist,
in Sturm und Feuer,
Verwandlung und Aufbruch, im Leben
außergewöhnlicher Menschen.
Hilf uns, dich im Verborgenen zu finden,
stiller, beständiger Heiliger Geist,
deine leisen Gaben zu entdecken
in unseren Mitmenschen – in uns selbst:
Die Gabe, Frieden zu stiften,
die Fähigkeit, zu begeistern,
die Kunst, Kompliziertes einfach zu sagen,
die Gabe, ein ruhender Pol zu sein,
die Fähigkeit, sich einzufühlen,
die Gabe des kindlichen Staunens,
das Charisma des Humors.
Du bist die Chance zum Leben
für jeden von uns.
Heiliger Geist.
Entfalte dein Wirken in uns,
das mächtige und das leise,
damit wir uns selber entdecken
und das Antlitz der Erde sich wandelt.
Quelle unbekannt
Foto: Dieter Schütz, pixelio.de
Gedanken zur Anbetung
Das Jubiläumsjahr 2025 - 100 JahreEwige Anbetungist nun endgültig vorbei, geblieben ist die Anbetung. Sie wird, solange es uns möglich ist, weiter gepflegt. Wir Schwestern werden dabei von vielen Menschen unterstützt, die, als Gast bei uns oder in ihrem persönlichen Umfeld, den Herrn im Allerheiligsten Altarsakrament anbeten. Eine Freundin unseres Klosters, die uns sehr verbunden ist, schildert dazu ihre Eindrücke und Gedanken:
Nicht genug Kraft haben, ankommen, und in der Klosterkirche in Neustift sitzend. Anfangen zu knien, anfangen zu beten, einfach gnädig mit der Wahrheit. Schau mir in die augen, ich sehe Dein Auge. Ich lasse mich anschauen. In der Monstranz ausgesetzt, das Sakrament, stehend auf dem Altar. Das Allerheiligste genannt. anbetung gilft zu fokussieren. Durchquere Dein Herz, durchquere mein Herz. Irgendwie eine Herzensebene wird gefunden. Ja, Kloster, ein Ort der Weltabgeschiedenheit, so allgemein bekannt. Ein benediktinisches Frauenkloster in Neustift, Ortenburg. Die benediktinische Regel ein spürbarer Mitttelpunkt als Kraftort. Feste Tagesstruktur mit Stundengebet, gefühlt ein geschützter Ort für mich. Kloster Scholastika in Neustift bei Ortenburg ist ein wichtiger Ort für mich geworden, weil es dort die Ewige Anbetung gibt. Wie ist das zu beschreiben? So die Aufgabe.
Zeit loslassen, denn sie bewegt sich zu schnell, das kostet Kraft. Gestern war anders und ist vorbei. Morgen ist unbekannt. Zeig mir, dass es Dich interessiert, hier zu sein oder warum habe ich das Bedürfnis nach Neustift zu fahren? Viele Kilometer zu diesem Ort. Eine freche Aufforderung. Manchmal frage ich das. Ich sitze in Neustift bei Ortenburg im Landkreis Passau. Die Antwort kommt prompt. Körper und Seele zusammenführen. Heute hier und jetzt, so die Wirkung. Stille und Einkehr, geistliche Zelle, Subiacokreis und viele weitere Angebote und die Besonderheit "Ewige Anbetung".
Ein Dankgebet beginnt in der Ewigen Anbetung immer bei mir; Zeit zu finden, für was und wo bedanke ich mich beim Herrn im Gebet. Die Gedanken werden positiv. Denkkarusselle, noch ungelöste Probleme, Aufgaben, Trauer werden gestoppt. Es gilt sich, zu fokussieren. Jetzt gilt es, Danke zu sagen in der Ewigen Anbetung. Der Fokus was habe ich mit Dir geschafft. Die Stille hilft dabei. Einfach Zeit finden.
Welche Aufgaben möchte ich mir Dir neu lösen, formuliert als Bitte in der Ewigen Anbetung ist möglich. Eine Konzentration beginnt aufs Neue. Ein Du wird gefunden, zum allmächtigen, guten und barmherzigen Gott und im Namen Jesu Christus im Gebet. Ich muss meine Bitte gedanklich im Gebet konkret formulieren und das vor dem Herrn. Was will ich eigentlich hier? Wo muss ich etwas durchsitzen mit Geduld? Nicht einfach zu formulieren, wenn eine Verneinung nicht formuliert wird, sondern was möchte ich erbeten, Demut ist eine schwierige Aufgabe. Das ist Meisterniveau. Für Demut zu beten, das lass ich mal lieber und überlass es dem Herrn ohne Worte. ...oder: Herr, Du kennst mich, mach Du.
Für wen möchte ich beten in der Ewigen Anbetung? Zwischenzeitlich bekomme ich "kannst Du für mich beten?", dann heißt es nicht "ich". Manchmal die Suche im Gotteslob als Hilfestellung um in Schwung für's Gebet zu kommen. Welcher Psalm heute? Eine Art Meditation, kann gesetzt werden, wenn etwas öfter wiederholt wird. Es funktioniert. Ich beginne Kraft zu tanken. Das Gebet in der Ewigen Anbetung stärkt. Gemeinsam im Gebet ist alles möglich. Du bist da. Er ist da. Manchmal gibt es ein Schweigen. Co-working, ein modernes Wort. Ein Wort bei dem Berufstätige sich eine Arbeitsfläche teilen. Die Arbeitsfläche vor mir gerade in der Bank der Klosterkirche. Alles wird hingelegt und Du sortiertst. Die Rücklehne der Vorderreihe zum Hinlegen zu schmal. Zum Hinlegen der Probleme könnte ich ab und zu die ganze Bank alleine füllen, aber rechts und links sitzt wer? Neue Konzentration aufs Wesentliche. Ein Abschweifen wird eingefangen. Es hilft der Raum in der Klosterkirche. Es hilft die Mostranz. Das Knien am Ende, und nun zurücklehnend sitzend in der Bank. Der Atem verändert sich. Ein anderer Atem-Rhythmus tritt ein. Ein wohltuendes Gefühl. Schaust Du mich noch an? Zweifel - ab und zu? Lebendig der Herr und ich wieder suchend. Co-living unter einem Dach. Auch ein weiteres modernes Wort. Ich bin da und Du bist da. Ich finde Dich und Du findest mich, aber nur, wenn ich Dich, Herr suche - so die Kenntnis.
Ewige Anbetung - alte Tradition der eucharistischen Anbetung und doch modern. Die benediktinische Regel hilft, in der heutigen Zeit, die sich schnell verändert und viel Kraft kostet, eine Struktur findet sich. Die Suche in einem Frauenkloster zeigt positive Wirkung bei sich selbst, bei anderen und in der Gesellschaft. So das Ergebnis bei mir und auftanken mit Kraft.
Zusammengafasst in einem Satz: Ewige Anbetung ist, Teilhabe am Heilsstrom für andere und sich nehmen zu dürfen, und damit Kraft gewinnen für den Alltag.
Ostern 2025
Jesus lebt wirklich!
Meditation zu Joh 20, 1 - 9 Wir feiern heute den wichtigsten Sonntag im Jahr, den Ostersonntag. Wir hören von der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Vieles ist zu diesem Evangelium gesagt, gedacht und aufgeschrieben worden. Was bedeutet es, dass die erste Person, die das leere Grab entdeckte, nicht ein Apostel war, sondern Maria von Magdala? Dass Johannes zwar der Erste der Apostel am Grab ist, jedoch Simon Petrus der Erste, der in das Grab geht? Was bedeuten die Leinenbinden, besonders aber das Schweißtuch, das an einer besonderen Stelle lag? Überhaupt: Kann man die Auferstehung „sehen“? All das sind interessante Fragen, all diese Gedanken haben Gewicht, Bedeutung und Konsequenz. Entscheidend aber ist etwas anderes. Die erste Aussage des Evangeliums ist die Verkündigung: „Der Herr ist auferstanden! Jesus lebt!“ Die Schrift, die Propheten, Jesus selber hatten es angekündigt: Gott lässt seinen Sohn nicht im Tod. Von diesem Ereignis her entfalten sich die Heilsgeschichte, die Schrift, das Zeugnis der Jünger und die Kirche. „Der Herr ist auferstanden!“ Unser Leben als Christen ist nur sinnvoll, wenn wir es von diesem Ereignis her verstehen. Auch unsere Verkündigung muss von diesem Glauben ausgehen, alle anderen Fragen haben hier ihren Ursprung. Das ist meine Erfahrung, die gerade im Alltag trägt. Wenn ich mit meinen Wünschen und Zielen nicht weiterkomme, wenn hehre Ziele zerbrechen, wenn ich mich selber als ungenügend erlebe, merke ich und spreche es mir selber zu: Jesus lebt wirklich! Das ist die Botschaft, die Gott uns für die Welt gegeben hat. Alles Fragen, Denken und Tun, alles Scheitern und Gewinnen, alles Leid und jede Freude stehen unter dem Versprechen, dass das Leben siegt. Das schenkt mir Freude, das treibt mich an, anderen dieses Leben zu verkünden. Bischof Dr. Felix Genn, Münster Foto: Emaillearbeit von Wolf Hirtreiter
1. Advent 2024
Foto: Brigitte Maimer
Hoffnungsworte Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht euer Gott! (Jes 35,4)
Jesaja spricht die Verzagten an. Es gab und gibt gute Gründe, um zu verzagen – damals und heute: Streit und Zwietracht, großes Leid, das einen Menschen trifft, Krieg und Zerstörung in der Welt, Zukunftsängste.
Da höre und sehe ich im Advent die Hoffnungsworte und Hoffnungsbilder Jesajas: die Wüste blüht wieder, das Leben in Fülle bricht an, die Freude kehrt zurück, die Nähe Gottes ist zu spüren. Keine Vertröstung, sondern Ermutigung.
Wem könnte ich Mut machen?
Text: Reinhard Stadler, Spiritual im Kloster Gnadenthal
Ostern 2024
DEN STEIN INS ROLLEN BRINGEN
Ein schwerer Stein wie der Punkt am Ende eines Satzes. Schluss. Da gibt es nichts weiter dazu zu sagen.
Die Geschichte ist aus. Jesus liegt hinter diesem Stein begraben und mit ihm die Hoffnungen seiner Freunde. So fest hatten sie an ihn geglaubt. Und nun das.
Ein großer Stein. Unbeweglich, hart, kalt. So kalt wie das Gefühl in ihrer Brust, so schwer wie die Last auf ihren Schultern.
Unsere Steine sind all die Dinge, die uns belasten und die Luft zum Atmen nehmen, unter denen unsere Freude, unsere Hoffnungen und unsere Träume begraben werden: verpasste Chancen, falsche Entscheidungen, Zweifel, Ängste, fehlendes Selbstvertrauen, Überforderung, Sorgen, Ungewissheiten, unangenehme Erfahrungen … Müssten wir diese schweren Steine alleine tragen, wir könnten nicht mehr aufrecht gehen. Vielleicht würden wir sogar einfach unter der Last zusammenbrechen. Alleine ist das alles nicht zu stemmen. Alleine bleiben diese Steine unverrückbar.
An Ostern geschieht das Unerwartete: Der Stein, der das Grab verschloss, der den Weg zum Leben versperrte, ist weggewälzt. Der unüberwindliche Schlusspunkt wird zum Doppelpunkt – zum Tor für mehr.
Die Steine in unserem Leben kommen durch Gott ins Rollen. Sie sind noch da, aber sie verlieren ihre scharfen Kanten, werden kleiner, tragbarer, sie versperren nicht mehr den Blick auf einen Weg an ihnen vorbei.
Ostern durchbricht unsere Denkmuster der Enttäuschung, der Verzweiflung, der Angst und macht deutlich, dass bei Gott alles anders ist.
in „Aufbruch für die Seele“, @ 2021 - St. Benno Verlag Foto: Brigitte Maimer
Triddum Sacrum 2023
Es ist ein ungewöhnliches Drama. Ein Drama mit drei Akten. Triduum Paschale (auch Triduum Sacrum genannt) – Österliche Drei Tage. Ein dramatisches Werk, dessen Darsteller Gott und Mensch sind. Es ist eine Geschichte vom Fall und vom Aufstehen. Diese drei Tage sagen mehr über den Menschen aus als jedes Meisterwerk dieser Welt. Sie erzählen aber vor allem von Gott. Wenn wir am Gründonnerstag die Gabe der Eucharistie empfangen, wenn Er selbst uns die Füße wäscht. Wenn wir am Karfreitag vor dem größten Akt der bedingungslosen Liebe schweigen und sie verehren. Wenn wir eine Nacht feiern, als ob es keinen Schlaf gäbe. Es ist ein ungewöhnliches Drama, es endet mit dem Klang des Hallelujas, kurz vor der Morgenröte, damit das Licht für immer bei uns bleibt. Der Vorhang geht auf…. ist
Wir wünsche Ihnen allen stille, besinnliche und segensreiche Kartage!
Text: Pfarrvikar Leszek Bartuzi von St. Josef, Treptow-Köpenick Foto: Brigitte Maimer
Aschermittwoch 2023 Zuerst: Den Herrn, Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Dann: Den Nächsten lieben wie sich selbst. Der Aschermittwoch beginnt mit einem besonderen Zeichen: dem Aschenkreuz. Das Aschenkreuz steht für Vergänglichkeit. Gleichzeitig ist dieses mahnende Zeichen ein Signal des inneren Aufwachens, einer klaren Bewusstwerdung und einer Mahnung, was wesentlich im Leben ist. Die Fastenzeit soll uns auf Ostern hin vorbereiten. Das Thema von Ostern ist Leben. Somit sind wir in diesen 40 Tagen eingeladen, inne zu halten und auf unser je eigenes Leben zu blicken. Der heilige Benedikt gibt uns zwei „Werkzeuge“ an die Hand, um über unser Leben zu reflektieren. Das Thema der Werkzeuge ist die Einheit von Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe. Zu Beginn der Fastenzeit darf sich jeder bewusst machen, dass er Gottes geliebtes Kind ist. Unsere Antwort auf die Erstinitiative Gottes ist die Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe. Wir dürfen uns fragen: Wie gestalte ich die liebende Beziehung zu meinem Gott? Wie gestalte ich aus der Gottesliebe heraus die Beziehung zu meinem Nächsten? Wie liebevoll gehe ich mit mir selber um? Antworten auf diese Fragen, die eine Einheit bilden, wollen in dieser Fastenzeit in uns reifen. Br. Emmanuel Panchyrz OSB 22.02.2023
Epiphanie - Erscheinung des Herrn
Die Weisen schauen auf zum Stern und folgen gläubig seiner Spur, sie finden durch das Licht zum Licht, mit Gaben ehren sie das Kind. Erkenne in den Gaben, Kind, die Königszeichen deiner Macht und was des Vaters ew’ge Huld dir dreifach hat vorherbestimmt: Den König kündet an das Gold, dem Gott steigt auf des Weihrauchs Duft, doch weist voraus auf Tod und Grab der Myrrhenkörner Bitterkeit. Der Vorzeit Väter schauten dich, dich kündet’ der Propheten Mund; doch heut bezeugt der Vater selbst: Du bist der Erbe meines Reichs. In dir, o Kind, wird alles eins, du bist das A und O der Zeit, du bist das Haupt der neuen Welt, in der die Schöpfung sich erfüllt. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis, der du uns heut erschienen bist, dem Vater und dem Geist zugleich durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen. Hymnus der Kirche
4. Advent
Haltestelle ins Leben
Während Josef noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum. (Mt 1,20) Der Traum vom Leben wie zerronnen. Grübelnd fragt er sich: Wo geht es hin? Soll ich einsteigen in Gottes Plan? Wie jeder andere sucht er eine Fahrt ins Glück. Sie wird anders als erwartet und ist doch erträumt. Text: Michael Kleinert, Exerzitien/Geistliche Begleitung
3. Advent - Gaudete - freuet Euch!
"Messianische Gymnastik" Ein adventliches Trainingsprogramm nach Jesaja (35, 3 - 5; vgl. 3. Advent Lesejahr A)
„Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf.“
Erste Lockerungsübung für die Augen: - sich nicht überfluten lassen von äußeren Eindrücken - in aller Ruhe die Augen eine Zeit lang schließen - immer wieder „nach innen“ schauen und: - die Mitmenschen mit offenen Augen ansehen - wach sein für das, was um mich herum geschieht - zuerst das Positive sehen: das, was gut ist.
Zweite Lockerungsübung für die Ohren: - sie zur rechten Zeit schließen gegen Verleumdung - ganz bewusst in die Stille und gehen - in meine Stimmungen hineinhören und: - sie offen halten für das, was andere mich fragen - auf die Zwischentöne und die leisen Töne achten - auf die unüberhörbaren Schreie der Schöpfung hören.
Dritte Lockerungsübung für den Mund: - den Mund im rechten Augenblick schließen - auf abfällige Bemerkungen verzichten - schweigen und: - den Mund zur rechten Zeit auftun - sagen, was ich denke - „mündiger Christ / mündige Christin“ werden.
Diese „adventliche Gymnastik“ kann dazu helfen, dass ich ein wenig beweglicher werde in diesen Tagen vor Weihnachten und vielleicht darüber hinaus, damit Gott bei mir, bei uns ankommen kann.
nach einer Predigt-Idee von Wolfgang Raible
2. Advent
ADVENT eine Zeit des Wartens eine Zeit des Hoffens eine Zeit des Sehnens da hinein klingt eine alte Botschaft „Fasset Mut und habt Vertrauen!“ verheißungsvolle Worte ermutigende Worte stärkende Worte uns zugesagt „Fasset Mut und habt Vertrauen!“ Hineingesprochen in mein Leben hineingesprochen in mein Warten hineingesprochen in mein Hoffen hineingesprochen in mein Sehnen „Fasset Mut und habt Vertrauen!“ Worte, die mich berühren Worte, die in mir weiterklingen Worte, die mich in Bewegung bringen ich mag sie mitnehmen in die kommenden Tage ich mag sie mitnehmen auf meinem Weg durch den Advent ich mag sie weitersagen "Fasset Mut und habt Vertrauen!“ Ulrike Groß
1. Advent
Richte Deinen Blick himmelwärts. Dann wirst Du langsamer. bleibst hin und wieder stehen. Es braucht Zeit, ihn zu entdecken. Der Stern. Er wird Dich leiten. Folge ihm und Dein Weg nach Bethlehem möge segensvoll sein.
2. November - Allerseelen - Totengedenken
An Euch
An Euch alle, ohne die ich nicht wäre, was ich bin,
die Ihr mich begleitet habt, die ihr mich gelehrt habt, die ihr mir Vorbild wart und immer noch seid,
mit denen ich lachen durfte, mit denen ich weinen konnte, die Ihr mich geliebt habt und die ich lieben durfte, die Ihr mir Eure Freundschaft schenktet,
die Ihr mir vorausgegangen seid, von denen ich Abschied nehmen musste, die Ihr mir doch immer nahe seid, die ich nie vergessen werde,
Danke dass ich mit Euch sein durfte, Danke, dass Ihr mit mir wart, Danke für alles!
Foto: Brigitte Maimer Text: Sr. M. Magdalena Stöhr
Erntedank Danken - Denken - Tun
Danken: Für die Früchte der Erde, von denen wir leben. Es ist genug für alle da.
Denken: Wir haben viel mehr, als zum Leben notwendig ist. Es ist genug für alle da.
Tun: Teilen mit denen, die hungern müssen. Es ist genug für alle da.
Danken: Für den Wohlstand, in dem wir leben. Es ist genug für alle da.
Denken: Unser Reichtum an Gaben bedeutet Verantwortung. Es ist genug für alle da.
Tun: Teilen mit denen, die in bitterer Armut leben. Es ist genug für alle da.
Verfasser unbekannt Foto: Brigitte Maimer
Zum Evangelium vom Weißen Sonntag
Thomas, der sympathische Skeptiker
Mir ist der hl. Thomas immer sympathisch gewesen. Er lässt sich nicht so leicht ein X für ein U vormachen, er will im wahrsten Sinne des Wortes greifbare Beweise. Ist das nicht zu verständlich? Man muss es sich einmal vorstellen: sein Meister, der Mensch, dem er drei Jahre lang nachgefolgt ist, auf den er seine ganze Hoffnung gesetzt hat, stirbt einen der grausamsten Tode, die es in der Antike gab. Thomas muss mit den anderen Jüngern ansehen, wie Jesus scheinbar am Kreuz scheitert. Und nun soll der Tote auferstanden sein? Würden wir das auf Anhieb glauben? Wie reagiert Jesus darauf? Ist er ungehalten? Drei Jahre lang hat er sich verausgabt und als letzte Konsequenz seiner Botschaft gibt er sein Leben hin. Aber es wäre ja nicht so, dass er die Jünger nicht darauf vorbereiten wollte, immer wieder deutet er seinen Tod und seine Auferstehung an, aber man will nichts davon wissen. Nicht einmal jetzt, da alles vollbracht ist, will man ihm glauben. Immer wieder wird den Jüngern gesagt, dass Jesus auferstanden sei, aber Thomas ist nicht der Einzige, der erst einmal nicht bereit, das anzunehmen. Auch die anderen Jünger müssen dem Auferstandenen erst leibhaftig begegnen um glauben zu können. Jesus tadelt nicht wirklich, er hält ihm seine durchbohrten Hände hin, er hilft Thomas ihn zu be - greifen. "Sei nicht ungläubig, sondern gläubig" sagt er zu dem jünger. Vielleicht meint er damit: "hab Vertrauen in mich und meine Botschaft" Nun kann Thomas endgültig glauben und spricht eines der schönsten und prägnantesten Gottesbekenntnisse, die in der Bibel überliefert sind: "Mein Herr und mein Gott!"
Foto: Detail aus einer Arbeit der Neustifter Klosterkeramik
Osteraugen suchen Dich nicht bei den Toten sie finden Dich, wo das Leben ist. Osteraugen sehen hinein in die tod-ernste Welt und stecken mit Osterlachen an. Osteraugen erkennen Dich in den Gesten der Menschlichkeit mitten im Alltag. Osteraugen weisen den Weg von den Wunden der Liebe zu den Wundern der Liebe Osteraugen blicken zum anderen Ufer wo Du auf uns wartest, um uns zu sättigen mit Dir selbst.
(Hildegard Nies)
Aschermittwoch
Wenn meine Masken fallen
Wenn meine Masken fallen, und ich mein wahres Gesicht zeigen muss, ein Gesicht, das nicht lacht, ein Gesicht, das mir nicht gefällt, wenn ich mir meine Pläne, meine Erwartungen und Hoffnungen abschminken muss, wenn meine Dunkelheiten, mein Scheitern, mein Unvermögen unverhüllt ans Licht kommen, wenn ich mich nicht mehr hinter dem falschen Lächeln verstecken kann, wenn ich Farbe bekennen muss, wenn in den Spiegel schaue und mich doch selber nicht erkenne, wenn ich nicht mag, wie ich bin,
dann sagt Gott zu mir: Mein Kind, ich liebe Dich!
Text: Sr. Magdalena Stöhr Foto: pixelio.de
2. Februar: Darstellung des Herrn/ Mariä Lichtmess
Jesus wurde als Jude in die jüdische Tradition hineingeboren. Da er der erste Sohn seiner Mutter war, galt er als Eigentum Gottes und musste von seinen Eltern im Tempel "ausgelöst" werden. Dazu musste er zum Rabbi gebracht und vor Gott "dargestellt" werden. Es gab für Jesus, den Sohn Gottes hier keine Ausnahme, keine Sonderregelung. Ganz Gott, aber eben auch ganz Mensch, das heißt einer von uns und das von Anfang an. Wir haben keinen Gott, der irgendwo über den Wolken thront und von Ferne hin und wieder zu uns herabschaut, wir haben einen Gott, der mitten unter uns lebt, der weiß, wie wir sind, wie wir "ticken" und der unser Menschsein in allen Konsequenzen geteilt hat, als einer von uns.
4. Advent
Advents-ABC Advent kommt von „advenire“ = Ankunft = die Ankunft – das Erscheinen – eines Königs Advent heißt Ankommen: Kann Gott bei mir und dir ankommen? Werde ich am Ende meines Lebens bei Gott ankommen? Advent bedeutet auch: „adventure“ = Abenteuer, dem Ankommenden den Weg zu bereiten. Advent und Adveniat gehören zusammen: Gottes Ankunft und unsere Weihnachtsgabe ___________________________________ Dezember 1 Advent – Ankunft 2 Bereit werden, dem Herrn den Weg zu bereiten 3 Choräle singen 4 Die Nacht ist vorgedrungen… 5 Erwartungsvoll 6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt 7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken 8 Herbergssuche 9 Immanuel = Gott ist mit uns 10 Johannes – der Wegbereiter Jesu 11 Kündet allen in der Not… 12 Licht, das die Nacht erhellt… 13 Macht hoch die Tür… 14 Nachtwache halten 15 O Heiland reiß die Himmel auf… 16 Plätzchen backen 17 Quellen brechen in der Wüste auf 18 Rorate-Messe 19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg… 20 Tauet Himmel den Gerechten… 21 unterwegs sein 22 Vorfreude 23 Wurzel Jesse 24 „X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern 25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; Christus, der Herr“ von G.M. Ehlert
3. Advent - Gaudete
"Freut euch im Herrn zu jeder Zeit. Noch einmal sage ich: Freut Euch, denn der Herr ist nahe!"
Diese Worte aus dem Philipperbrief markieren als Eröffnungsvers den 3. Adventssonntag und bilden sozusagen sein Motto: Gaudete - Freut Euch! Die liturgische Farbe des Tages ist Rosa und mancherorts wird an diesem Tag eine rosa Kerze auf dem Adventskranz entzündet. Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Reinhard Röhrner schreibt dazu:
Ja, aber es ist doch in meiner Welt noch so vieles in Unordnung, so vieles unklar.
Wie soll ich mich freuen, wenn ich den Kopf voll habe mit Aufgaben und Sorgen, die alle erledigt werden wollen.
Weil du nahe bist, darf ich mich freuen, weil du im Kommen bist, kann ich zuversichtlich sein.
Es muss nicht alles passen, weil du in mein Leben passt und mir Mut machst dir einen Platz zu bereiten.
2. Advent 2021
Adventliche Klopfzeichen In der ungestümen Frage eines Kindes, im weisen Wort eines Alten, im überraschenden Kompliment eines Fremden klopft Gott an die Türe meines Herzens.
In der schlichten Bitte des Nachbarn, im sehnlichen Wunsch eines Freundes, im gesagten Dank eines Mitmenschen klopft Gott an die Türe meines Herzens.
In strahlenden und traurigen Augen, im scheuen oder lächelnden Blick, in den Einfällen und Zufällen des Alltags, klopft Gott an die Türe meines Herzens.
In den Zeichen der Zeit, in der geteilten Freude, in den unliebsamen Sorgen klopft Gott an die Türe meines Herzens.
In der freundlichen Einladung, im offenen Ohr, im guten Wort, in den Augenblicken des Trostes sehe und höre ich adventliche Klopfzeichen Gottes an mich.
Quelle unbekannt Foto: Adventskranz in der Chorkapelle im Kloster Neustift
1. Advent 2021
Adventlich leben
Adventlich leben, um bereit zu sein für das, was manchmal so überraschend in unser Leben tritt, was uns anrührt und bewegt, was uns angeht und persönlich meint.
Adventlich leben, um hellwach zu sein für das, was es neu zu erkennen gilt in dieser Zeit der seltenen oder verloren gegangenen Visionen, die aber Gottes Zeit mit uns und für uns ist.
Adventlich leben, um ganz Ohr zu sein für jene, die uns von ihrem Kummer und ihrer Mühsal ihrer Hoffnung und ihren Nöten, ihrer Sehnsucht und ihrer Enttäuschung erzählen wollen.
Adventlich leben, um ganz da zu sein für den, der neu ankommen will in mir persönlich als menschenfreundlicher Gott, als vertrauenswürdiger und liebevoller Freund.
Adventlich leben, um wartend zu wachen und wachsam zu warten auf den, der sich mir neu zuwenden will, im Geheimnis seiner Menschwerdung.
29. September: Fest der Erzengel Raphael, Gabriel, Michael
Auf dem Bild sehen wir eine Darstellung des Erzengels Raphael mit dem jungen Tobit aus der Werkstatt der Neustifter Klosterkeramik.
Im Buch Tobit, im alten Testament, erfahren wir von Tobit und seiner Familie und deren Begegnung mit dem Erzengel Rafael. Es beschreibt das Schicksal der Familie, ihre Gefährdung und wunderbare Bewahrung im Stile der Patriarchenerzählung. Obwohl sie in historische Orte und Geschehnisse eingebettet ist, ist sie nicht historisch genau und das ist auch nicht ihr Anspruch, denn hier geht es um mehr, als die Schilderung geschichtlicher Ereignisse.
Am Beispiel des Tobit, der gerecht und barmherzig ist und gerade deswegen vieles erleiden muss, wird beschrieben, wie der gottesfürchtige Mensch nicht fallengelassen wird, wie Gott "in die Unterwelt, und wieder herausführt" (vgl. Tob. 15)
Es ist aber auch eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Der junge Tobias wird von seinen Eltern auf eine Reise geschickt. Sie müssen ihren Sohn loslassen und in eine gefahrvolle Welt schicken, in die sie ihn nicht begleiten können. Wir dürfen diese Reise nicht mit heutigen Augen betrachten. Heute dauert selbst eine Reise um den Globus mit dem Flugzeug nicht länger als einen halben Tag, oder mit anderen Verkehrsmitteln wenige Tage. Hier aber sprechen wir von einer Reise die, Monate oder vielleicht sogar Jahre gedauert hat. Die Eltern wissen um die vielfachen Schwierigkeiten und Gefahren, denen ihr Sohn ausgesetzt ist, sie wissen aber auch, dass er diese Reise ohne ihre Unterstützung und ohne ihren Rat bewältigen muss. Sie tun das, was viele Eltern tun, wenn sie ihr Kind loslassen müssen: sie beten um den Beistand Gottes.
Als schließlich ein Fremder kommt und sich anbietet, den Jungen zu begleiten, nehmen sie das Angebot an und versprechen ihm dafür eine Entlohnung. Es mag ein wenig seltsam anmuten, dass sie ihr (wahrscheinlich) einziges Kind einem Unbekannten anvertrauen, aber in ihm erkennen sie die Erhörung ihrer Gebete.
Der Reisebegleiter erweist sich schließlich als Segen. Wie ein guter Pädagoge führt und berät er Tobias, aber er gibt ihm auch die Gelegenheit, sich zu bewähren, räumt ihm nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg und spielt sich nicht als dominanter Besserwisser auf.
Als Junge tritt Tobias die Reise an und kommt als erwachsener, verheirateter Mann zurück. Seiner Frau hilft er, mit Rat und Unterstützung seines Reisebegleiters, mit ihren Dämonen, die sie am Aufbau einer Beziehung hinderten, fertigzuwerden und er bringt auch ein Heilmittel für seinen erblindeten Vater mit nach Hause. Er kann nun seinerseits seinen älter gewordenen Eltern Hilfe und Unterstützung bieten.
Zum Schluss offenbart der Reisebegleiter seine wahre Identität: Er ist Raphael, einer der Engel, die an Gottes Thron stehen. Gott hat ihn gesandt, weil er uns Menschen, wie wir an Tobit und seiner Familie sehen, nicht fallen lässt. Auch der Name des Engels ist eine Offenbarung: refa - heilen und el - Gott; Gott heilt!
Gott heilt, er kuriert nicht nur unsere Krankheiten und Gebrechen, er heilt, er macht ganz. Er heilt auch unsere verletzten Seelen, wir dürfen ihm vertrauen.
Er ist ja mein Vater!
Der Seiltänzer
In einer kleinen Stadt spannt ein Seiltänzer sein Seil quer über den Marktplatz. Dann beginnt er auf dem Seil zu balancieren, mit einem Stab in der Hand, aber ohne Netz – und hoch über dem Boden. Die Menge hält den Atem an, während der Seiltänzer Kunststückchen vorführt und auf dem Seil von einem Ende zum anderen läuft. Tosender Beifall, die Menschen staunen und fordern eine Zugabe. Noch einmal macht sich der Seiltänzer auf den Weg, wieder schauen die Menschen mit offenen Mündern zu, staunen, jubeln, als er am anderen Ende ankommt. Nun nimmt er eine Schubkarre, setzt sie auf das Seil und blickt in die Menge. „Glaubt ihr, dass ich es auch schaffe, diesen Karren über das Seil zu schieben?“ – „Na klar“, rufen die Leute, „kein Problem, wir glauben es!“ – „Gut“, ruft der Seiltänzer, „wenn ihr mir das zutraut – wer möchte sich dann in die Schubkarre setzen?“ Nun wurden die Mienen der Zuschauer ängstlich. Das Geschrei verstummt, alle schweigen und blicken zu Boden. Nein, sich in den Karren zu setzen, dass ging dann doch zu weit! Da meldet sich ein kleiner Junge. „Ich setze mich in den Karren“, ruft er. Die Menschen sind unruhig, wollen ihn davon abhalten, doch zu spät. Der Junge setzt sich in die Schubkarre, der Seiltänzer beginnt seinen Weg, das Seil schwankt, der Wind pfeift. Doch Schritt für Schritt läuft der Seiltänzer über das Seil. Als er am anderen Ende ankommt, jubeln die Menschen ihm zu, klatschen, sind begeistert. Und der Junge wird gefragt: „Hast du denn gar keine Angst gehabt?“ „Nein“, antwortet der Junge, „warum auch? Der Seiltänzer dort, das ist ja mein Vater!“ Von Robert Gerke Foto: Angie Conscious, pixelio.de
Zum Dreifaltigkeitssonntag
Vom heiligen Augustinus wird erzählt, dass er am Meer spazieren ging - damals, als er an seinem großen Werk über die Dreifaltigkeit arbeitete. Und man weiß zu berichten, wie er dort ein kleines Kind beobachtete. Das Kind hatte ein Loch in den Sand gegraben und lief nun mit einer Muschel in der Hand immer wieder zum Wasser, schöpfte mit seiner Muschel, rannte zurück und goss das Wasser in das Loch. Darauf lief es wieder zum Wasser, schöpfte und wiederholte das Ganze immer aufs Neue. Nach einiger Zeit fragte Augustinus: "Was machst Du denn da?" Und das Kind antwortete ihm: "Ich schöpfe das Meer in dieses Loch!" Augustinus schüttelte den Kopf und sagte: "Du kleiner Narr, das ist doch unmöglich. Du kannst das große, weite Meer doch nicht in dieses Loch füllen!" "Aber du bildest dir ein," meinte daraufhin das Kind und blickte den großen Gelehrten durchdringend an, "dass du das große Geheimnis der Dreifaltigkeit mit deinem Kopf erfassen kannst!?"
Wenn nun schon so ein heiliger und gelehrter Mann wie Augustinus die Dreifaltigkeit nicht erfassen konnte, dann kann es die Autorin dieser Zeilen noch viel weniger und will es auch erst gar nicht versuchen, sondern hier nur ihre ganz persönlichen Überlegungen wiedergeben.
Wir beten und segnen tagtäglich und ganz selbstverständlich im Namen des einen, dreifaltigen Gottes, des einen Gottes in drei Personen. Person ist hier das Schlüsselwort, denn Gott ist kein Es, kein „irgendwas gibt es da schon“, wie es so gerne ausgedrückt wird. Gott ist konkret, ein Du das mir nahe ist, das mich anspricht, zu dem ich sprechen kann, Person eben. In der Person des Vaters ist er die Liebe, die mich erschaffen hat, die mich am Leben hält und die mich trägt. Im Sohn und damit auch in der Eucharistie wird er für mich greifbar. Er hat ein menschliches Leben gelebt, so wie ich. Er ist quasi einer von uns. Im Heiligen Geist wirkt er ganz besonders in mir, will er mich führen und lenken, wenn ich es zulasse. Doch auch der Vater lenkt und leitet, so wie der Heilige Geist konkrete Gotteserfahrungen schenken kann und der Sohn Freund und Bruder ist, dessen Liebe trägt. So kann man diese drei Personen nicht voneinander trennen, da sie eins sind, ein Gott in drei Personen eben. Nein, die Dreifaltigkeit kann man nicht mit dem Verstand erklären. Aber muss man das überhaupt?
Muss man das Meer in ein kleines Loch schöpfen?
Sollten wir deshalb nicht eher die Größe Gottes in der Dreifaltigkeit anzubeten, statt sie zu erklären?
Komm, gieße Gottes Wort in mich. Komm, rüttle meine Sehnsucht wach. Komm, zeige mir die Wahrheit.
Komm, du Geist des Lebens.
Komm, Heiliger Geist . Komm!
Komm, forme mich in Gott hinein. Komm, wecke Gottes Lieb' in mir. Komm, dass ich seinen Willen tu.
Komm du Geist des Lebens.
Komm, Heiliger Geist. Komm!
Komm, halt mich wach zu jeder Stund'. Komm, wahre meinen Glauben. Komm, seufze ein Gebet in mir.
Komm du Geist des Lebens.
Komm Heiliger Geist. Komm!
Verfasser unbekannt Foto: 110stefan_pixelio.de
Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel? Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist.
So lautet der liturgische Eröffnungsvers des Hochfestes in der Osterzeit „Christi Himmelfahrt“. Nach seinem Tod und der Auferstehung erscheint Jesus immer wieder seinen Jüngern und hält mit Ihnen das Abendmahl zum Zeugnis dafür, dass sein Wirken mit dem Tod nicht beendet ist. Nun wird er zum Vater emporgehoben, sitzt dort zur Rechten des Vaters, wie wir im Glaubensbekenntnis beten. Gleichzeitig wird uns Menschen aber die Gewissheit der Wiederkunft des Herrn geschenkt. Auch im Geschehen der Himmelfahrt zeigt sich Jesus den Menschen zugewandt, wie dies in dem Bild von Konrad von Soest dargestellt wird (s.o.). Der Blick Jesus richtet sich auf uns Menschen, die zu ihm blicken, die erstaunt sind, einige sicherlich auch enttäuscht und mutlos. Unseren Ängsten vor der Zukunft, unserem Gefühl allein gelassen und hilflos zu sein wird in der Apostelgeschichte die Gewissheit der Wiederkunft des Herrn entgegengestellt. Johann Sebastian Bach hat in seiner prächtigen Kantate „Auf Christi Himmelfahrt allein“ diese, uns Menschen zugewandte Deutung des Textes der Apostelgeschichte, prächtig vertont. Das Himmelfahrtsgeschehen enthält in der Kantate eine sehr menschliche Sicht: wir Menschen bleiben zurück auf dieser Welt, aber können in der Gewissheit leben, dass der Erlöser Jesus zur Rechten Gottes sitzt und uns eines Tages zu sich holen wird. So ist Christi Himmelfahrt für uns Christen ein Fest der Hoffnung und Freude, der Zuversicht in unserem Leben. Text:Stefan Glaser
1. Mai - Hochfest Maria, Schutzfrau Bayerns
Das heutige Evangelium, die Hochzeit zu Kana, ist eine der Lieblingsperikopen der Verfasserin und wurde zu deren Ewigen Profess vorgetragen. Jesu wirkt sein erstes Wunder. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankenheilung oder gar die Erweckung eines Toten und nicht einmal die Speisung von Hungrigen, sondern Jesus verwandelt Wasser in Wein. Dass dies geschehen konnte, dazu trägt Maria, seine Mutter maßgeblich bei. Sie ist es, die bemerkt, dass der Hochzeitsgesellschaft der Wein ausgegangen ist. Sie weiß auch, was das für das Brautpaar bedeuten wird, wenn die Gäste bemerken, dass kein Wein mehr da ist, dass die sich Gastgeber verkalkuliert haben, vielleicht zu sparsam waren oder sich nicht genügend Wein leisten konnten. Die Hochzeitsfeier würde sich möglicherweise auflösen. Das Fest, das so fröhlich begonnen hat, würde mit einer großen Blamage für die Brautleute enden, es würde für immer ein schaler Nachgeschmack bleiben. Davor möchte Maria das junge Paar bewahren und bittet ihren Sohn ganz diskret um Hilfe und bekommt erst einmal eine schroffe Antwort von ihm. Aber Maria bleibt hartnäckig, reagiert nicht mit beleidigtem Rückzug und vertraut auf Jesus. Sie spricht den alles entscheidenden Satz: "Was er Euch sagt, das tut!" Wir wissen, wie die Geschichte weitergegangen ist, wie Jesus sich von seiner Mutter bewegen lassen hat, das Wasser in Wein zu verwandeln und so sein erstes Wunder wirkte. Wein, etwas, das keineswegs lebensnotwendig ist, und doch hat es Jesus den Gästen der Feier gegeben. Wenn man es genau betrachtet, hat er doch dafür gesorgt, dass Betrunkene noch betrunkener werden. Mutet das nicht ein wenig seltsam an? Doch Jesus weiß, wie wichtig auch die Freude ist, dass auch die heitere Seite, das fröhliche Beisammensein und auch das Lachen in unserem Leben eine Daseinsberechtigung hat. Wenn uns der Wein der Lebensfreude ausgeht, wenn das Schwere, die Sorgen in unserem Leben überhand nehmen, wenn wir vor lauter Mühe und Last das Lachen vergessen, dann sagt Maria auch heute noch zu ihrem Sohn: "Sie haben keinen Wein mehr!" Und noch heute ruft sie uns zu: "Was ER Euch sagt, das tut!"
Foto und Text: Sr. Magdalena Stöhr
Obwohl die Sonne hell scheint – kommt es uns viel dunkler vor. In unseren Herzen machen sich Dunkelheit und Schwere breit. Kein Familienbesuch – kein Emmausgang – keine Gottesdienste - nun schon das zweite Jahr - nichts ist wie es früher war. Was ist mit unserer Welt passiert? Fällt denn alles auseinander? – Können wir das überleben? Man möchte einfach nur davon laufen – vor dieser Situation – vor der Angst, die einen immer wieder einholt – vor der Krankheit – vor der Einsamkeit. Könnte man doch alles nur hinter sich lassen!
Auf diesem Weg sind wir nicht allein – andere traurige Gestalten begleiten uns – geteiltes Leid ist halbes Leid. Noch jemand gesellt sich dazu – auf einmal war er da – unvermittelt – und plötzlich. Einer, der unsere Ängste und Trauer ganz ernst nimmt, einer der zuhört und fragt! Seine Nähe berührt unser Herz, verwandelt es ganz sanft und sacht. Er bleibt auch am Abend, wenn es dunkel wird, wenn sich Dunkelheit, – wie ein Schleier in unserem Leben breitmacht. Er teilt mit uns das Brot des Lebens. Danach hatten wir es verstanden – wie Schuppen fiel es uns von den Augen.
Gott hält sein Versprechen – er lässt niemanden im Grab zurück. Jesus der Gequälte – der Getötete – der Misshandelte. Er lebt! Wir durften das spüren und erleben. Er ist bei uns.
Wir müssen zurück – weglaufen funktioniert nicht! – Egal wohin.
Wir müssen zurück in die Krankheit – in den Schmerz – in die Isolation. Zurück zu unseren Sorgen und Nöten.
Und doch ist etwas anders. Der Ostertag scheint hindurch – das Grab ist geöffnet – der Tod besiegt – ein für allemal.
Ich wünsche uns von Herzen, dass wir – gerade in diesen unsicheren Tagen – diese Zuversicht immer wieder neu spüren dürfen. Eine Zuversicht – eine Hoffnung so hell wie der Ostermorgen – so hell wie ein schöner Frühlingstag – so durchdringend und kraftvoll wie das Osterfeuer.
Ich wünsche uns allen, dass wir die Gegenwart Jesu auch in dieser Zeit spüren dürfen – Er begleitet uns, egal wohin es geht – Er bricht mit uns das Brot des Lebens.
Barbara Sellmaier, Gemeindereferentin, Pfarrverband Mittersendling Foto: R. Schütz, pixelio.de
25. März Mariä Verkündigung
Manchmal frage ich mich, was Dir wohl so durch den Kopf ging, als Dir der Engel verkündete, dass Du den Erlöser zur Welt bringen wirst.
Dachtest Du Dir:
Warum gerade ich? Ich bin noch so jung, ich habe Pläne, mein Leben beginnt doch jetzt erst richtig. Es könnte mich das Leben kosten.
Wie soll ich das meinen Eltern erklären? Bringe ich damit Schande über sie? Werden sie mich verstoßen?
Was ist mit Joseph? Wird er mir glauben? Wird er zu mir stehen? Wird er das Kind annehmen?
Wie wird es weitergehen? Wie wird es enden?
Wir wissen nicht, wie es in dem Moment in Dir aussah, was Du gefühlt hast, wie Deine Gedanken waren.
Aber aus der Bibel kennen wir Deine Antwort:
"Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast." Lk 1, 38
Danke, Maria!
Text und Foto: Sr. M. Magdalena
10. Februar Hl. Scholastika
Das Wunder der heiligen Scholastika
(II,33,1) GREGOR: Petrus, gibt es jemanden in diesem Leben, der höher steht als Paulus? Dreimal hat er wegen des Stachels in seinem Fleisch den Herrn gebeten [vgl. 2Kor 12,8-9] und konnte doch nicht erhalten, was er wünschte. Deshalb muss ich dir von dem ehrwürdigen Vater Benedikt erzählen, dass auch er etwas wollte, was er nicht erreichen konnte.
(II,33,2) Seine Schwester Scholastika war von Kindheit an dem allmächtigen Gott geweiht. Sie war gewohnt, ihren Bruder einmal im Jahr zu besuchen. Der Mann Gottes ging jedes Mal zu ihr hinunter zu einem Gut des Klosters, das nicht weit entfernt lag.
Eines Tages kam sie wie üblich, und ihr ehrwürdiger Bruder stieg mit einigen Jüngern zu ihr hinab. Sie verbrachten den ganzen Tag im Lob Gottes und im geistlichen Gespräch. Bei Einbruch der Dunkelheit hielten sie miteinander Mahl.
Während sie noch am Tisch saßen und ihr geistliches Gespräch fortsetzten, wurde es spät. Da flehte die gottgeweihte Frau, seine Schwester, ihn an: »Ich bitte dich, lass mich diese Nacht nicht allein, damit wir noch bis zum Morgen von den Freuden des himmlischen Lebens sprechen können.« Er antwortete ihr: »Was sagst du da, Schwester? Ich kann auf keinen Fall außerhalb des Klosters bleiben.«
(II,33,3) Es war so heiteres Wetter, das sich keine Wolke am Himmel zeigte. Sobald aber die gottgeweihte Frau die Weigerung ihres Bruders hörte, fügte sie die Finger ineinander, legte ihre Hände auf den Tisch und ließ ihr Haupt auf die Hände sinken, um den allmächtigen Gott anzuflehen. Als sie dann das Haupt vom Tisch erhob, blitzte und donnerte es so stark, und ein so gewaltiger Wolkenbruch ging nieder, dass weder der heilige Benedikt noch die Brüder in seiner Begleitung einen Fuß über die Schwelle des Hauses setzen konnten, in dem sie beisammen waren. Die gottgeweihte Frau hatte nämlich ihr Haupt auf die Hände gesenkt und Ströme von Tränen auf den Tisch vergossen. Dadurch erreichte sie, dass es aus heiterem Himmel zu regnen begann. Diese Regenflut folgte nicht erst nach dem Gebet, sondern Gebet und Regen trafen so zusammen, dass es schon donnerte, als sie das Haupt vom Tisch erhob. Im gleichen Augenblick erhob sie das Haupt, und der Regen strömte nieder.
(II,33,4) Der Mann Gottes sah nun ein, dass er bei Blitz, Donner und dem gewaltigen Wolkenbruch nicht zum Kloster zurückkehren konnte. Da wurde er traurig und klagte: »Der allmächtige Gott vergebe dir, Schwester! Was hast du da getan?« Sie erwiderte ihm: »Sich, ich habe dich gebeten, und du hast mich nicht erhört; da habe ich meinen Herrn gebeten, und er hat mich erhört. Geh nur, wenn du kannst. Verlass mich und kehre zum Kloster zurück!«
Da er das Haus nicht verlassen konnte, blieb er gegen seinen Willen, nachdem er freiwillig nicht hatte bleiben wollen. So konnten sie die ganze Nacht durchwachen, in heiligen Gesprächen ihre Erfahrungen über das geistliche Leben austauschen und sich gegenseitig stärken.
(II,33,5) Deshalb habe ich gesagt, er habe etwas gewollt und es doch nicht vermocht. Wenn wir auf die Vorstellungen des heiligen Mannes schauen, so besteht kein Zweifel, dass er gewünscht hat, das heitere Wetter möge so bleiben, wie es bei seinem Kommen gewesen war. Ganz gegen seinen Willen stand er vor einem Wunder, das die Kraft des allmächtigen Gottes nach dem Herzenswunsch einer Frau gewirkt hatte. Es ist nicht zu verwundern, dass die Frau, die ihren Bruder länger zu sehen wünschte, in diesem Augenblick mehr vermochte als jener.
Nach einem Wort des Johannes ist Gott die Liebe [vgl. 1Joh 4,8.16]; So ist es ganz richtig: jene vermochte mehr, weil sie mehr liebte.
PETRUS: Ich muss gestehen, was du sagst, gefällt mir sehr gut.
aus Gregor der Große: 2. Buch der Dialoge
6. Januar Erscheinung des Herrn
Was bleibt?
Was bleibt?
In der zweiten Vesper am Fest der Erscheinung des Herrn heißt es in der Antiphon zum Magnifikat: „Drei Wunder heiligen diesen Tag: Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe. Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit. Heute wurde Christus im Jordan getauft uns zum Heil. Halleluja.“
Drei Bilder lässt uns diese Antiphon schauen, die die Herrlichkeit Jesu Christi offenbaren.
Die Weisen haben den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar“ (Mt 2,11).
Bei der Hochzeit zu Kana wurde das Wasser zu Wein verwandelt. Im Johannesevangelium heißt es: „So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und sein Jünger glaubten an ihn“ (Joh 2,11).
Bei der Taufe Jesu „öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden haben“ (Mt 3,16-17).
Ein Hymnus im französischen „Magnificat“ nimmt Bezug auf diese dreifache Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn. Doch er stellt fest: Der Stern, dem die Weisen gefolgt sind, ist erloschen. Die Stimme, die bei der Taufe Jesu erscholl, ist verstummt. Die sechs großen irdenen Krüge, die mit Wein gefüllt waren, sind leer.
Was bleibt?
Der Hymnus antwortet darauf:
Der Stern ist erloschen. Doch der, auf den er hinweist, bleibt. In seinem Sohn ist Gott bleibend in die Geschichte der Menschen eingetreten.
Die Stimme ist verstummt. Doch Jesus, das Wort Gottes, bleibt. Er ist unter uns in seinem Wort, im Wort des Evangeliums.
Die großen irdenen Krüge, die die Hochzeitsfreude aufkommen ließen, sind leer. Doch Jesus bleibt bei uns im Sakrament, im Wein, der in sein Blut verwandelt wird. Im Wort und im Sakrament können wir dem Herrn begegnen.
Text: Bischof Reinhard Lettmann, 08.01.2006
Weihnachten 2020....
...findet nicht statt!
So oder so ähnlich lautete die Botschaft vieler Medien in den letzten Tagen und Wochen.
Weihnachten 2020 findet statt!
Die Menschwerdung Gottes,
die Geburt unseres Erlösers
die Botschaft der Liebe,
die Freude,
lässt sich nicht absagen,
sie ist angesagter denn je,
Gott sei Dank!
Advent 2020
Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! (Lk 3,4b). Gott kommt in die Welt, er will auch bei mir ankommen, in meiner Welt und meinem Alltag. Dem Herrn den Weg bereiten in meinem eigenen Leben und Aufgaben in all den wichtigen Dingen, die mich oft fast gänzlich gefangen nehmen. Ihm die Straßen ebnen, wo Sorgen und Nöte im Wege stehen, wo ich selber nicht selten meiner eigenen Erfüllung im Wege stehe. Wege bereiten, Straßen ebnen, keine leichte Aufgabe, eine die mich herausfordert aus meiner Bequemlichkeit hinein in die Zukunft des Lebens mit Gott
Text: Reinhard Röhrner
1. November, Allerheiligen - lasset uns feiern!
Am 1. November begeht die katholische Kirche das Hochfest Allerheiligen. Die liturgische Farbe dieses Tages ist weiß, die Farbe des Lichtes und der Freude. Aber Moment mal, Allerheiligen und Fest, Farbe des Lichtes, Freude? Wie passt das zusammen? Gut, es ist ein gesetzlicher Feiertag, dagegen hat niemand etwas. Das Andere jedoch, also zum Beispiel der Friedhofsgang mit Gräbersegnung wird, so kann man oft hören, als lästige Pflicht empfunden, und so mancher ist wahrscheinlich froh, dass er dieses Jahr vielerorts ausfällt. Wirklich Freude macht einem das nicht, zumal an diesem Tag der November, der allgemein als Totenmonat bekannt ist, einläutet wird. Die Witterung zu dieser Jahreszeit wirkt auch nicht gerade stimmungsaufhellend. An den Tod lassen wir uns eben nicht gerne erinnern. Auch in der aktuellen Situation, oder vielleicht gerade jetzt, wo uns eine Pandemie mehr denn je an unsere eigene Verletzlichkeit und Vergänglichkeit erinnert, schieben wir dieses Thema am liebsten weit von uns. Eigentlich ist jedoch der 2. November, also Allerseelen, der Gedenktag für die Verstorbenen. Sie sollen nicht vergessen sein und gehören immer noch zu uns. Im liebevollen Schmücken, im Verweilen und Gedenken am Grab eines lieben Menschen kommt das zum Ausdruck und wir finden Zeit und Raum für unsere Trauer. Wir dürfen sie zulassen, sie darf sein, auch noch, wenn der Todesfall schon länger zurückliegt. Das kann sehr tröstend sein. Die Kirche will uns dabei helfen, will uns zeigen, dass wir damit nicht alleine sind und dass es da noch ein ewiges Leben gibt, auf das wir hoffen dürfen. Vielerorts ist Allerheiligen mit Allerseelen verschmolzen und die Gräbersegnung findet in den meisten Gemeinden schon am 1. November statt. Damit wird ihm aber Unrecht getan, denn eigentlich haben wir Grund zum Feiern, auch in schwierigen Zeiten. Alle Heiligen, also nicht nur die von der Kirche kanonisierten, kommen an diesem Tag zur Geltung. Es ist vermutlich so, dass die Heiligen, die nicht im Kalender vermerkt sind, in der Überzahl sind. Jeder von uns kennt oder kannte sie doch, die Menschen, die uns Vorbild sind, uns zum Glauben geführt haben und uns begleiten, die Selbstlosen, Aufopferungsvollen, die im Stillen wirken und die wir schon zu ihren Lebzeiten als heiligmäßig empfinden. Sie sollen wenigstens ein Mal im Jahr gefeiert werden. Die Kirche tut es mit der Farbe der Freude, mit Weihrauch und allem, was die Liturgie für ein Hochfest vorsieht. Uns Katholiken wird in diesem Zusammenhang oft eine Art Totenkult vorgeworfen, aber der Allerheiligentag und auch der Allerseelentag sind das Gegenteil davon. Wir Christen glauben, dass das Leben weitergeht, dass der Tod nicht wirklich Macht über uns hat. Paulus spricht außerdem die Christen in seinen Briefen oft als Heilige an. Wir dürfen uns also mit hineingenommen wissen in die Gemeinschaft der Heiligen. Feiern wir an diesen beiden Tagen dann nicht in Wahrheit das Leben?
In diesem Sinne: lasset uns feiern!
Text: Sr. Magdalena, erstmals veröffentlichst in "Misericordia" Ausgabe 11/2019, hier gekürzt und aktualisiert
6. August: Verklärung Christi
Wenn ich nervös bin, fange ich oft an zu reden – irgendwas, nur, damit ich mir selber vormachen kann, ich hätte die Situation im Griff und wäre gar nicht nervös. Meistens merken das meine Mitmenschen ziemlich schnell, dass ich nur Zeit schinde und meine Unsicherheit überspielen will. Ich glaube, Petrus ging es auf dem Berg der Verklärung ähnlich. Was kann man denn auch bitte sagen, wenn sich vor einem der Himmel auftut und Mose und Elija neben Jesus erscheinen? Petrus sagt eben das erstbeste, was ihm in den Sinn kommt: Hütten bauen. Eigentlich eine gute Strategie. Wenn die Hände beschäftigt wären, wäre auch die Verwirrung in seinem Kopf und Herzen nur noch halb so schlimm. Nicht, dass dieses Ausweichmanöver funktioniert. Anstelle von Ablenkung nehmen die Unsicherheit und dann die Angst noch zu, denn jetzt spricht auch noch die Stimme Gottes aus der Wolke. An Petrus' Stelle wäre ich vermutlich in Panik ausgebrochen, einfach nur, weil mich die Situation überfordert hätte. Und auch Petrus und die beiden anderen Jünger werfen sich mit dem Gesicht zu Boden – ich wage zu zweifeln, dass das fromme Ehrfurcht war, und denke, dass das eher in Richtung "Kopf-in-den-Sand", "nichts-hören-nichts-sehen" ging. Und dann wird alles anders. Jesus berührt seine Jünger und macht ihnen Mut, und "als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus". Sie sahen nur noch Jesus. Für mich ist das nicht der Hinweis darauf, dass Mose und Elija jetzt wieder weg sind. Nein, ich glaube, dass dieser Satz bedeutet, dass Jesus in den Jüngern etwas zurecht gerückt hat, und jetzt die Perspektive wieder stimmt. Sie sahen nur noch Jesus. Alles neben Jesus wird unwichtig. Nichts, was vorher so verwirrend war, hat jetzt noch eine Bedeutung. Nur noch Jesus. Das ist die Verklärung der Jünger. Nachdem Jesus sie aus ihrer Panik geholt hat, wird alles ganz klar. Ihr einziger Fokus ist Jesus, alles andere rückt in den Hintergrund und wird unscharf, auch die Verwirrung und das Gefühlschaos von eben. Wie schön wäre es, an dieser Verklärung teilzuhaben, nur noch Jesus zu sehen. In allem, was meinen Alltag ausmacht, Jesus sehen. In jedem Menschen, der mir begegnet, Jesus sehen. Diese Verklärung der Jünger wünsche ich uns auch heute: dass er uns immer wieder berührt und zurück holt aus allem, was uns verwirrt, ablenkt, Angst macht und uns überfordert. Und wenn wir aufblicken, sehen wir nur noch Jesus. Von Sr. M. Salome Zeman OSF
Dreifaltigkeit
Oft höre ich: "Ja, da gibt es etwas"
Etwas, das ist mir zu wenig Ich möchte mehr Gott ist mehr als ein Etwas
Gott ist Liebe Gott ist bei uns Gott ist mit uns Gott ist in jedem von uns
Aber Gott ist kein Etwas. Gott ist kein Jemand
Gott ist Einer Gott ist ein Du Gott ist Person.
Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist!
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de Text: Sr. M.
Pfingsten - Mit Feuer und Heiligem Geist!
Die Stadt war eine lebhafte Metropole, in der das Leben nur so pulsierte, ein Schmelztiegel der Völker, Sprachen und Kulturen. Da musste schon etwas ganz außergewöhnliches passiert sein, dass die Menge zusammenströmte und bestürzt war. Was war also geschehen an diesem Tag in Jerusalem ca. 33 n. Chr.? Die Stadt war eine lebhafte Metropole, in der das Leben nur so pulsierte, ein Schmelztiegel der Völker, Sprachen und Kulturen. Da musste schon etwas ganz außergewöhnliches passiert sein, dass die Menge zusammenströmte und bestürzt war. Was war also geschehen an diesem Tag in Jerusalem ca. 33 n. Chr.?
Ein kleines Häuflein Menschen hatte sich ängstlich verschanzt. Vorher waren sie Jesus von Nazareth begegnet, waren ihm drei Jahre lang nachgefolgt, hatten seine Worte gehört und seine Wunder erlebt. Doch irgendwie konnten sie nicht wirklich an ihn glauben, hatten ihn nicht wirklich verstanden und waren geflohen, als ihr Meister verhaftet und zum Tod verurteilt wurde. Dann diese unerhörte Nachricht, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Etwas eigentlich absolut Unmögliches soll tatsächlich geschehen sein? Obwohl Jesus vorher oft genug davon gesprochen hatte verlangte das doch viel von den Jüngern ab. Es ist nur zu verständlich, dass sie den Zeuginnen der Auferstehung, obendrein auch noch Frauen, erst einmal keinen Glauben schenken konnten. Also musste ihnen Jesus leibhaftig erscheinen, seine Auferstehung musste für sie buchstäblich begreifbar werden. Doch sogar dann noch, hatten sie so ihre Zweifel, heißt es in der Bibel. Jesus war schließlich in den Himmel aufgefahren, und nun? Eingeschüchtert und zweifelnd wie sie waren, hätten die Apostel Jesu Auftrag, nämlich seine frohe Botschaft in die Welt zu tragen, nie ausführen können. Spätestens hier wird klar, dass Jesus den Heiligen Geist senden musste, denn sonst wäre alles im Sande verlaufen. Und der kam diesmal nicht in der Gestalt einer sanften Taube sondern in loderndem Feuer und im brausenden Sturm. Die Geburtsstunde der Kirche hatte geschlagen. Wie in einem Urknall und aus dem Feuer kam sie zur Welt. Denn, so wie der Hl Augustinus v. Hippo rund 400 Jahre später sagen wird: „... Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“ Doch jetzt gab es kein Halten mehr. Petrus hielt sofort eine flammende Rede, die Apostel entbrannten nun endgültig für Christus und steckten die ganze Welt mit diesem Feuer an.
Und es brennt bis heute, denn bereits bei der Taufe empfangen auch wir den Heiligen Geist. Selbst wenn wir es nicht immer spüren doch das Feuer des Pfingsttages steckt auch in uns, wirkt in uns und kann uns entflammen, wenn wir es zulassen.
Foto und Text: Sr. M. Text ist erschienen in der Zeitschrift Misericordia im Juni 2020
Schaut nicht hinauf, der Herr ist hier bei uns!
Christi Himmelfahrt
Schaut nicht hinauf, der Herr ist hier bei uns! Schaut nicht hinauf, der Herr ist hier bei uns! jetzt noch verhüllt, doch bald in Herrlichkeit, wenn ihn alle sehn am Ende dieser Zeit.
Du meinst Christus lebt nicht mehr, denn er starb ja an dem Kreuz. Du meinst falls er auferstand, fuhr er ja am Himmel auf. Floh das Elend dieser Welt, ließ als Waisen uns zurück; Aber spür doch dass er wirklich in uns lebt.
Dich bedrückt das Leid der Welt, dass die Bosheit üppig blüht, dass man hungert in der Not, dass man ungeströstet stirbt. Doch ich kenn den der das trug, er erstand von all dem Leid. Darum glaub: er hat das Unheil schon besiegt.
Was du siehst ist nur das Kreuz, denn dass er vom Tod erstand, an des Vaters Seite herrscht und in unsrer Mitte lebt, das erfährt nur der, der glaubt; doch gewiss kommt einst der Tag, dann erscheint er klar und mächtig in der Welt.
Neues geistliches Lied Text und Melodie: Hoffmann/Mausberg/Norres/Schuhen EDITION WERRY; Mühlheim a.d.Ruhr
Foto: Sr. M.
Ostern 2020 Halleluja - trotz allem!
Ostern -
Nur noch einmal zum Grab gehen Weinen am Ort des Abschieds
im Morgenlicht zunächst nur Leere, dann SEINE Stimme und seliges Erkennen
Maria von Magdala wie nah bist du mir
aber auch der Zweifel hat einen Namen - Thomas
einsam durch Enttäuschung geht er auf Distanz stellt Bedingungen fehlt im Kreis der Jünger
dann unerwartete Einladung das Wunder mit Händen zu be - greifen durch Jesus selbst...
Sehen und Festhalten braucht der Glaube nicht - Aber das Wort Jesu
I. Schweigend steht Jesus vor dem Richter und hört die Anschuldigungen gegen ihn an. die Leute, die ihm noch vor wenigen Tagen begeistert zugejubelt haben, fordern nun dass er gekreuzigt werde. Und obwohl Pontius Pilatus von Jesu Unschuld überzeugt ist, verurteilt er ihn aus Feigheit zum Tode.
Wie oft sind wir bereit, jemanden zu verurteilen, obwohl wir ihn nicht einmal kennen? Wie oft übernehmen wir gedankenlos Vorurteile? Wie oft fehlt uns der Mut, uns für andere einzusetzen?
III. Jesus bricht zusammen. Nun liegt er im Schmutz der Straße. Die ganze Nacht wurde er verhört, er wurde gegeißelt und verspottet und ist zu Tode erschöpft. In diesem Augenblick würde er vielleicht am liebsten liegenbleiben. Aber er steht auf und geht weiter.
Es ist hart, zu fallen und im Schmutz zu liegen. Wir erleben es nur allzuoft. Aber Gott gibt uns immer wieder die Kraft zum Aufstehen.
X. Als Jesus am Berg Golgotha ankommt, steht ihm die nächste Erniedrigung bevor: die Soldaten reißen ihm die Kleider vom Leib und verteilen sie unter sich. Das letzte bisschen Würde wird ihm genommen. Völlig schutzlos und bloßgestellt ist Jesus nun noch mehr dem Spott und Hohn der anderen ausgesetzt.
Die meisten von uns wissen, wie es ist, bloßgestellt zu werden, sich schutzlos und ausgeliefert zu fühlen. Auch diese Erfahrung hat Jesus mit uns geteilt. Wir gehen keinen Weg, den ER nicht schon für uns vovoausgegangen wäre.
XII. Drei lange Stunden muss Jesus am Kreuz hängen. Seine Mutter Maria vertraut er dem Apostel Johannes an. Dann schwinden seine Kräfte, er hat Schmerzen, er leidet und fühlt sich verlassen. Fast alle seine Freunde sind geflohen, Petrus hat ihn feige verleugnet und nun muss er hier wie ein Verbrecher sterben. Jesus schreit seinen Schmerz und seine Verzweiflung hinaus. Dann stirbt er.
Können wir überhaupt ermessen, was Jesus für uns, für mich getan hat? Ist sie fassbar, diese übergroße und alles überwindende Liebe?
Ich kann davor nur die Knie beugen und sie anbeten!
Text: Auszüge aus dem "Fürstenzeller Kreuzweg", Sr. M. Foto: Christina Bieber/pixelio.de
Palmsonntag -
Nicht vom hohen Roß herab
Auf einem Esel kommt er dahergeritten. Einfach, einfach so.
Der Esel war nie das Reittier der Mächtigen. Und das soll ein König sein? Das soll mein Heiland und mein Erlöser sein? Nein, so habe ich ihn mir nicht vorgestellt.
Gott kommt anders als wir denken, als Kind, das in einem Stall geboren wird, als einfacher Mann, der auf einem Esel reitet, und schließlich als einer, der wie ein Verbrecher am Kreuz endet.
Gott überrascht, manchmal provoziert er auch, aber er bietet uns immer seine Nähe an,
nicht als Monarch, nicht vom hohen Roß herab, nicht im Vorbeigehen.
Sondern in tiefer, alles überwindender Liebe, bis zur letzten, bittersten Konsequenz, bis zum Tod.
Damit wir das Leben in Fülle haben!
Foto: pixelio.de Text: Sr. M.
Lätare! Freuet Euch - trotzdem!
Trotz sogenannter Corona-Krise es gibt sie noch, die Freude und es gibt noch Gründe zur Freude!
Zum Beispiel: Das gute Gespräch, das ich heute führen durfte, die schöne Orgelmusik meiner Mitschwester, die Bachstelzen, die sich wieder in unserem Klostergarten treffen, die Mitschwester, die mir freundlich zulächelt, der momentan etwas schwierige Alltag, den wir gemeinsam meistern, das kleine Stück Normalität, wenn nichts so ist wie es war, das liebevoll zubereitete Essen, die Blumen in unserem Garten, der erste Schmetterling dieses Frühlings... . . .
Gott schenkt uns jeden Tag mindestens einen Moment der Freude, nehmen wir dieses Geschenk an!
Bild u. Text: Sr.M.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei?
Am Aschermittwoch ist alles vorbei: Die Masken werden abgelegt, die Kostüme eingemottet. Die Narren werden wieder Herr X und Frau Y.
Am Aschermittwoch beginnt eine andere Zeit: die Zeit der ungeschminkten Gesichter, die Zeit des Innehaltens, die Zeit der Wahrheit.
Dann nehme ich mir Zeit, Ordnung zu schaffen, mich frei zu machen von dem, was nicht taugt.
Dann nehme ich mir Zeit, auf mich selbst zu besinnen: Wo will ich hin? Führt mein Weg noch zum Ziel?
Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Weit gefehlt! Jetzt fängt es erst richtig an!
von Gisela Baltes
Foto: Sr.M.
2. Februar - Darstellung des Herrn
ein kleines Kind - 40 Tage alt lächelt dem Alten in die Augen Blicke verwandeln schenken dem Herzen Frieden
ein alter Mann- dem Sterben nahe doch wach und bewegt vom Geist schaut den jungen Menschen der tröstet und befreit
Alt und Jung - Abschied nehmen und neu beleben der Wartende und der Kommende Simeon und Jesus ein neues Lied erklingt
Licht und Herrlichkeit für alle Völker für Land und Stadt
für jeden von uns.
von Georg Deisenrieder - gekürzt
Erscheinung des Herrn
Es ist nicht von Bedeutung
woher sie kamen wieviele sie waren wer sie waren was sie waren wieviel sie brachten was sie brachten
Von Bedeutung ist
sie machten sich auf sie suchten IHN sie beteten IHN an sie ließen sich von IHM berühren
Und als sie heimkehrten
waren sie die Beschenkten.
Die gute Nachricht ist
wir alle sind eingeladen, es ihnen gleich zu tun.
Sr.M.
Weihnachten
Gott sandte unserer Welt
keine technische Unterstützung
nicht Gabriel mit Experten
keine Nahrungsmittel
und keine gebrauchten Kleider
von Engeln
er gewährte
keinen langfristigen Kredit.
Er kam lieber selbst
geboren in einem Stall
hungernd in der Wüste
nackt an einem Kreuz.
Er teilte mit uns Brot
und war unser Brot
er litt mit uns
und wurde unser Friede.
Verfasser unbekannt
3. Adventssonntag
AUF WERDE LICHT, DENN ES KOMMT DEIN LICHT!
Der Prophet Jesaja ruft uns zu:
Auf werde licht, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.
Es ist dunkel geworden auf der Erde, dunkel und kalt. Die Menschen gehen jeder für sich seinen Weg uns finden nicht zusammen.
Niedergedrückt von Sorgen, erschöpft unter den Lasten des Alltags, gelähmt von der Hoffnungslosigkeit, einsam in der Vereinzelung haben sie das Licht aus den Augen verloren.
Auf werde licht, denn es kommt dein Licht!
Du bist gemeint! Ja, Du! Mach Dich auf und schau umher; denn siehe, über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. In deinen Augen beginnt es zu leuchten, und der Funke springt über zu anderen.
Denn dein Gott ist bei dir. Er holt dich aus dem Dunkel in Sein Licht. Er ist dein Licht. Du wirst es sehen und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit.
Auf werde licht, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend über dir auf. (nach Jes. 60, 1-5)
Text: Sr. M. Ancilla Röttger
1. Adventssonntag
Gott vor der Tür
Gott wird keine Tür aufbrechen, um einzutreten. Vielleicht schickt er einen Sturm um das Haus; der Wind einer Vorwarnung mag Türen und Fenster sprengen, ja, das Haus in seinen Fundamenten erschüttern; aber ER kommt nicht dann, nicht so.
Die Tür muss von freiwilliger Hand geöffnet werden, bevor der Fuß der Liebe über die Schwelle tritt. Gott wartet, bis die Tür von innen aufgeht.
Jeder Sturm ist nur ein Angriff der belagernden Liebe. Der Schrecken Gottes ist nur die Kehrseite seiner Liebe; es ist die Liebe draußen, die innen sein möchte. - Liebe, die weiß, das Haus ist kein Haus, nur ein Ort, solange ER nicht eintritt.
C. S. Lewis; aus: Die Weisheit meines Meisters
Allerheiligen - Fest des Lebens!
Am 1. November feiert die katholische Kirche das Hochfest Allerheiligen. Die liturgische Farbe dieses Tages ist Weiß, die Farbe des Lichtes und der Freude. Aber wie passt das zusammen, Allerheiligen und die Farbe der Freude? Gut, es ist ein gestzlicher Feiertag, dagegen hat niemand etwas. Das Andere jedoch, wie z.B. der Friedhofsgang mit Gräbersegnung wird, so kann man oft hören, als lästige Pflicht empfunden. Wirklich Freude macht einem das nicht, zumal der Tag auch noch den November, der allgemein als Totenmonat bekannt ist, einläutet.
Dann doch lieber Halloween feiern, mit den Kindern von Tür zu Tür ziehen, Süßigkeiten fordern und andernfalls Saueres androhen. Wir begehen also lieber ein Fest der hohlen Kürbisse, das hierzulande, anders als im Ursprungsland Irland, keine wirkliche Tradition hat und keinen Sinn ergibt. An den Tod und unsere eigene Vergänglichkeit lassen wir uns eben nicht gerne erinnern.
Vielerorts ist Allerheiligen leider mit Allerseelen verschmolzen und die Gräbersegnung findet in den meisten Gemeinden schon am 1. November statt. Eigentlich ist jedoch der 2. November, also Allerseelen, der Gedenktag für die Verstorbenen. Damit wird dem Fest Allerheiligen Unrecht getan, denn der Name sagt es schon: wir haben Grund zum Feiern. Alle Heiligen, nicht nur die von der Kirche kanonisierten, kommen an diesem Tag zur Geltung.
Vermutlich sind die Heiligen, die nicht im Kalender vermerkt sind, sogar in der Überzahl. Jeder von uns kennt oder kannte sie doch, die Menschen, die uns Vorbild sind, uns zum Glauben geführt haben und uns begleiten, die Selbstlosen, Aufoperungsvollen, die im Stillen wirken und die wir schon zu Lebzeiten als heiligmäßig empfinden. Sie sollen wenigstens ein Mal im Jahr gefeiert werden. Die Kirche tut es mit der Farbe der Freude, mit Weihrauch und allem, was die Liturgie für ein Hochfest vorsieht. Im Kloster Neustift bleibt übrigens auch nach dem feierlichen Gottesdienst der Festcharakter erhalten, z.B. mit besonders gutem Essen und Wein. Ein echter Tag zum Feiern eben. Die Gräber werden erst am Allerseelentag gesegnet.
Uns Katholiken wird in diesem Zusammenhang oft eine Art Totenkult vorgeworfen, aber der Allerheiligentag ist das Gegenteil davon. Wir Christen glauben, dass das Leben weitergeht, dass der Tod nicht wirklich Macht über uns hat.
Paulus spricht außerdem die Christen in seinen Briefen oft als Heilige an. Wir dürfen uns also mit hineingenommen wissen in die Gemeinschaft der Heiligen.
Feiern wir an Allerheiligen nicht in Wahrheit das Leben? Das ist doch ein echter Grund zum Feiern!
Text: Sr.M.
Erntedank - Danke für das Leben!
Seid fröhlich ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1. Thessalonicher 5, 16-18
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in in Christus Jesus bewahren Philipper 4, 6-7
Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Psalm 9,2
(Foto: Wolfang Dirscherl/pixelio.de)
Martha, Martha, Du machst dir viele Sorgen...
Bevor du
dich von den Sorgen überrollen läßt, in blinden Aktionismus verfällst, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, am Leben vorbeilebst, ausbrennst...
bevor du zuviel Martha bist,
setze dich IHM zu Füßen, schau IHN an und lass dich von IHM anschauen, hör IHM zu, lass dich von IHM beschenken, finde Ruhe bei IHM
und sei ein wenig mehr Maria
Text: Sr. M. Stöhr Foto: pixelio.de
Zum Herz- Jesu-Fest
Jesus hat ein Herz für uns
ein großes Herz ein weites Herz ein offenes Herz ein liebendes Herz
Jesus hat ein Herz für uns
ein Herz, das für uns schlägt ein Herz, das für uns verwundet wurde ein Herz das für uns durchbohrt wurde ein Herz aus dem Blut und Wasser floss
Jesus hat ein Herz für uns
ein Herz, in dem wir alle geborgen sind ein Herz, in dem jeder von uns einen Platz hat ein Herz, das für uns brennt ein Herz, an das er uns drücken will
Jesus hat ein Herz für uns, haben wir auch ein Herz für Jesus!
Text: Sr.M.
Foto: Gila Hanssen/Pixelio.de
Pfingsten - Urknall der Kirche
Dieses Mal kommt der Heilige Geist nicht im sanften Säuseln er schwebt nicht wie eine Taube auf die Apostel herab
Dieses Mal kommt der Heilige Geist im Sturm und im Feuer
die Kirche wird aus dem Feuer geboren gleichsam aus einem Urknall
lassen wir uns heute wieder anzünden vom Feuer des Heiligen Geistes entfachen wir neu die Glut brennen wir für Gott und für unseren Glauben werden wir feurige Christen die andere entflammen für die frohmachende Botschaft Gottes!
Komm Heiliger Geist und entzünde neu das Feuer deiner Liebe!
Text: Sr.M.
Benediktus-Verein
Zweck des Benediktus-Vereins e.V.
Der Benediktus-Verein wurde kurz vor der Errichtung des Klosters Neustift am 19.09.1921 als Unterstützungsverein gegründet unter dem damaligen Namen „Anbetungsverein e.V.“.
In der neuen Satzung von 2023 ist der Vereinszweck so formuliert: "Zweck des Vereins ist die selbstlose Förderung der sozialen, karitativen und kirchlichen Tätigkeiten der Bayerischen Provinz der Benediktinerinnen der Anbetung (§ 54 der Abgabenordnung) sowie das Mittragen der Anliegen der Mitglieder im Gebet."
Die Mitglieder bezahlen zurzeit einen Mitgliederbeitrag von 5 Euro pro Jahr. In erster Linie möchte der Benediktus-Verein aber eine Gebetsgemeinschaft sein. Die Mitglieder stehen in enger Verbindung mit unserer Hauptaufgabe, der Verherrlichung Gottes durch die tägliche Anbetung. Sie haben Anteil an den Gebeten unserer klösterlichen Gemeinschaft. Insbesondere sind ihre Anliegen in den Anbetungsstunden der Schwestern mit eingeschlossen. Außerdem wird an jedem Herz-Jesu-Freitag das hl. Amt für alle Mitglieder gefeiert, sowie einmal monatlich eine hl. Messe für die Verstorbenen.
Neue Satzung
Seit dem Jahr 2023 gibt es eine neue, überarbeitete Fassung der Satzung des Benediktus-Vereins. 2024 wurden an drei Stellen Änderungen vorgenommen. Die aktuelle Fassung finden sie unter diesem Link:
Satzung des Benediktus-Vereins Im Vereinsbüro arbeitet Sr. Rita. Sie ist für Sie telefonisch zu erreichen unter der Nr. 08542/96 00-21 und beantwortet Ihre Fragen und Ihre Briefe. E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In unserem Gästetrakt, den wir „Geistliche Zelle“ nennen, nehmen wir Einzelgäste und Gruppen zu Besinnungstagen und stiller Einkehr auf. Es stehen 20 Zweibettzimmer mit Dusche/WC zur Verfügung, außerdem ein Vortragsraum, ein Meditationsraum, eine Teeküche, ein Gruppenraum, eine kleine Bibliothek.
Unsere Kongregation entstand 1851 im Elsass. Der Weltpriester Alois Faller sammelte in dem kleinen Dorf Bellemagny zwischen Mühlhausen und Belfort junge Mädchen um sich, um eine Gemeinschaft zu gründen, die die Ewige Anbetung der Eucharistie pflegt, nach benediktinischer Spiritualität lebt und sich der Jugenderziehung und karitativen Werken widmet.
Frankreich und Schweiz
Die junge Gemeinschaft breitete sich in zahlreichen neuen Niederlassungen (meist mit Waisenhäusern) in Frankreich und bis in die Schweiz hinein aus: 1867 Lourdoueix (Indre), 1878 Poët-Laval (Drôme), 1882 Bézouotte (Côte-d’Or), 1884 St. Louis, 1889 Domois, 1889 Préville, 1892 Dijon, 1901 Gevigney, 1906 Béthune, 1907 Lutterbach, 1920 Biding, 1924 Davos (Schweiz)
Amerika
Im Jahre 1872 entsandte die Kongregation von Bellemagny aus als erste von allen elsässischen weiblichen Ordensgemeinschaften Schwestern in die Mission. Im Staate Louisiana am Mississippi (USA) wurde eine Missionsstation mit Schule errichtet. Mehr als 50 Schwestern gingen in den Jahren 1872/1892 dorthin, so dass mehrere Filialen entstanden. 1892 hat sich die amerikanische „Provinz“ von der Kongregation gelöst und ist nun selbständig. Das Mutterhaus dieser “Schwestern vom Allerheiligsten Sakrament” befindet sich heute in Lafayette.
Österreich und Bayern
1903 wurde von Bellemagny aus die österreichische Provinz gegründet: zwei Häuser in Wien, die heute noch bestehen. Durch die Ausweisung der deutschstämmigen Schwestern während des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918) aus dem Elsass entstand die Bayerische Provinz. Die Schwestern, die im Benediktinerkloster Schweiklberg bei Vilshofen Zuflucht gefunden hatten, konnten 1922 mit der Errichtung eines neuen Klosters in Neustift bei Ortenburg wieder eine Heimat finden.
Name der Kongregation
Als Schwesternkongregation mit einfachen Gelübden und ohne strenge Klausur hießen wir ursprünglich "Schwestern der Ewigen Anbetung". 1956 wurde die Kongregation der benediktinischen Konföderation angegliedert und dabei umbenannt in "Anbetungsschwestern vom hl. Benedikt". 1973 wurde der deutsche Name der Kongregation wiederum geändert in "Benediktinerinnen der Anbetung". Der französische Name der Kongregation lautet: "Bénédictines Adoratrices".
Unser Stifter Abbè Alois Faller
Alte Gesamtansicht des Mutterklosters in Bellemagny (Gemälde)